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Atlantis war die größte Stadt Zamoniens und zugleich deren Hauptstadt. Sie war praktisch der Mittelpunkt der damaligen Welt. In dieser Megastadt lebten offiziellen Schätzungen zufolge zirka 125 Millionen Daseinsformen. Die Hauptstraße von Atlantis war die Ilstatna. Unter Atlantis liegt eine komplexe antike Kanalisation.[1][2][3]

Kultur und Regierung

Atlantis war von vielen kulturellen Einflüssen geprägt und vermutlich die multikulturellste aller zamonischen Städte, da in ihr Bewohner der verschiedensten Daseinsformen aus ganz Zamonien und auch dem Rest der damaligen Welt lebten. Atlantis lag am Meer und verfügte über einen Hafen, der den Warenaustausch zwischen Zamonien und anderen Kontinenten ermöglichte. Regiert wurde die Stadt seit den Erbfolgerempeleien ausschließlich von Nattifftoffen, welche im allgemeinen sehr viel Einfluss auf die zamonische Politik hatten.

Wie im übrigen Zamonien auch waren Menschen in früherer Zeit viel häufiger in Atlantis, so bestand die Bevölkerung der Stadt zu etwa einem Drittel aus ihnen. Während Menschen aber auf dem Kontinent inzwischen sehr selten geworden sind, haben sie in Atlantis schon seit geraumer Zeit überhaupt keinen Zutritt mehr, was auf die Erbfolgerempeleien zurückzuführen ist.

Atlantis (Schild)
Die Stadtwache besteht traditionell aus Yetis, die Glaskappen und schwer definierbare Bewaffnung tragen. Sie stehen an den zahlreichen Stadttoren und fragen jede Daseinsform, die an ihnen vorbei will, ob sie in Kontakt zu Menschen steht oder selbst ein Mensch ist (Letzteres ist zwar fast immer überflüssig, muss aber laut Gesetz gefragt werden).

Über jedem Stadttor ist eine Tafel mit folgender Beschriftung angebracht: Atlantis  Die Stadt mit Zukunft


Architektur und kulturelle Einflüsse

Atlantis 01
Atlantis 02
Atlantis 03

Die Architektur von Atlantis war so vielfältig wie ihre Einwohner: Ameisenmenschen hatten hohe termitenähnliche Gebäude errichtet, die Unsichtbaren Leute bizarre, kupferfarbene Gebäude, die Italiener Statuen und Dome, die Chinesen eine Miniaturmauer durch die Stadt. Teile der Stadt sind von Kanälen durchzogen, die von den Venedigermännlein gebaut wurden. Auch gibt es atlantische Pyramiden, deren Eingänge unbekannt sind. Sie dienen angeblich als Rückzugsort für Nachtmahre, auch heißt es, dass die in ihnen bestatteten Toten im Inneren einem ganz normalen Tagesablauf nachgehen. Tagsüber sind die Pyramiden beliebte Ausflugsziele, nachts dagegen werden sie wegen der Gerüchte eher gemieden.

Auch für die merkwürdigsten Bedürfnisse gibt es in Atlantis Geschäfte und Einrichtungen. So können z.B. Vampire legal Blut in Blutpfandleihen kaufen.


Mittwoch

In Atlantis ist der Mittwoch traditionell ein freier Tag, an dem man den Umstand feiert, bereits die Hälfte der Woche hinter sich zu haben. Mittwoch ist auch der Tag, an dem Lügenduelle stattfinden. An anderen Tagen in der Woche trainieren die Gladiatoren lediglich.


Veranstaltungen

Die Zahl der Veranstaltungen in Atlantis ist vor allem am Mittwoch beispiellos. Beliebt sind vor allem die Gebba-Spiele und die bereits erwähnten Lügenduelle. Die Lügenduellkultur hat großen Einfluss in Atlantis. Es gibt auch Aufführungen im Kolodrom, einem Riesentheater, Vorstellungen von Blitzdompteuren, musikalische Darbietungen uvm.

Aber auch außerhalb vom Mittwoch ist in Atlantis Tag und Nacht etwas los. Die Stadt schläft nie, schon allein deshalb nicht, weil sie auch von nachtaktiven Daseinsformen bewohnt ist.


Verpflegung

Doppelpizza

Blaubärs Doppelpizza

Einige beliebte Nahrungsmittel in Atlantis sind:
  • Hefekuchen, die von Sammlasams gebacken und für sehr wenig Geld verkauft werden.
  • Currygerichte von Halbelefanten.
  • Hoawief-Pizzen, belegte Maisfladen nach Art einer Pizza, neuerdings auch in doppelter Form (zwei Pizzen übereinandergelegt).
  • Gegrillte Maiskolben und Dampfbier, traditionell bei Lügenduellen verkauft.


Probleme

Durch das Aufeinanderprallen vieler Kulturen kam es immer wieder zu Protesten und Blockaden innerhalb der Stadt, die sich aber meist schnell von selbst wieder auflösten, da solches Chaos auf derart engem Raum nur schwer erträglich war.

Wegen der Ameisenleute, die sämtlichen Müll aufsammeln, ist Atlantis zwar sehr sauber, allerdings gibt es verlassene Viertel, in denen Kakertratten und Vampire (die gefährliche, blutsaugende Variante) leben.

Verkehrsnetz

Atlantis 04
Das Zentrum von Atlantis bildet die Hauptgeschäftsstraße Ilstatna, die sich mitten durch die Stadt zieht und von der aus alle anderen Orte problemlos erreicht werden können.

Da Atlantis eine sehr große Stadt ist, ist es allerdings praktisch unmöglich, sie am Stück zu Fuß zu durchqueren. Stattdessen gibt es dort hauptsächlich folgende öffentliche Verkehrsmittel:

  • Rikschadämonen tragen Reisende auf ihrem Buckel durch die Gegend.
  • Bergzwerge betreiben eine unterirdische Lorenbahn.
  • Luftschiffe an Schnüren bewegen sich über die Stadt und werden mit Propellern und Personenkraft betrieben.
  • Es gibt auch eine Straßenbahn, die mit nachtigallerschen Ameisenmotoren betrieben wird.
  • Außerdem noch langsame Fortbewegungsmittel wie Gondeln und Schneckenkutschen.

Die Unsichtbaren Leute

Unter der Stadt, in der Kanalisation, lebten Zamonier, die mit dem Leben an der Oberfläche nicht zurecht kamen. Sie wurden von den Oberirdischen mit Nahrung versorgt, da sie sozusagen die "heiligen Kühe" von Atlantis darstellten, und ließen sich tagsüber praktisch nie blicken. Diese "unsichtbaren Leute" waren keine eigene Daseinsform, jedoch arbeiteten sie mit den echten Unsichtbaren Leuten zusammen.

Atlantis wurde vermutlich von ebenjenen echten Unsichtbaren Leuten gegründet, welche ihre Heimatwelt verlassen mussten. Sie arbeiteten 4000 Jahre lang an einer Maschine, mit der sich Atlantis in den Weltraum erheben sollte, damit sie zu ihrem Heimatplaneten zurückkehren konnten. Dabei entstanden die berühmten blauen Blitze.

Atlantis erhob sich ins All und an seiner Stelle blieb nur noch ein Wasserkrater zurück, der den Namen Atlantissee trägt. Das war, wie oftmals behauptet, der Anfang vom Untergang Zamoniens im Meer, es wurde sozusagen der Stöpsel gezogen.

Inwieweit sich die Kultur von Atlantis nach dessen Abflug verändert hat, ist nicht bekannt. Aber da die gesamte Stadt sich mit allen darin lebenden Wesen erhob, wurden auch alle möglichen Kulturen von Zamonien vor dem Untergang gerettet.

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Aufteilung

Willkommen in Atlantis07:08

Willkommen in Atlantis

Blaubärs Ankunft in Atlantis im Blaubär-Musical

Atlantis02:54

Atlantis

Atlantis im Blaubär-Musical

Atlantis ist aufgeteilt in fünf Regierungsbezirke. Diese sind aufgeteilt in Unterbezirke, welche wiederum in Sub-Untebezirke aufgeteilt sind. Sie alle stellen eigentlich eigene Königreiche dar.[10]

Bekannte Sub-Unterbezirke:

Sonstiges

  • Hildegunst von Mythenmetz berichtete in Die Reise nach Yhôll von einer Stadt, die um ein Vielfaches größer als Atlantis gewesen sei. Obwohl Yhôll als weitgehend unerforschter Kontinent galt, müsste eine derart große Stadt in irgendeiner Form Spuren hinterlassen und Einfluss haben. Da es außerhalb des Faktomans keine Nachweise für diese Stadt gibt, bleibt Atlantis der Titel als größte Stadt der Welt erhalten.[11]


Quellenangaben

  1. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 12. Mein Leben in Atlantis, Atlantisarchitektur, S. 474ff.
  2. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 5. Mein Leben als Navigator, Zamonien, S. 111f.
  3. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 12. Mein Leben in Atlantis, Die Unsichtbaren Leute, S. 465ff.
  4. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 10. Mein Leben in der Tornadostadt, Der Augenblick der Wahrheit, S. 393.
  5. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 12. Mein Leben in Atlantis, S. 449ff.
  6. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 12. Mein Leben in Atlantis, Atlantisarchitektur, S. 467ff.
  7. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 12. Mein Leben in Atlantis, Am Ziel, S. 614ff.
  8. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 13. Mein Leben auf der Moloch, Atlantis fliegt, S. 632.
  9. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 13. Mein Leben auf der Moloch, Erklärungsbedarf, S. 689.
  10. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 5. Mein Leben als Navigator, Zamonien, S. 111.
  11. Ensel und Krete, Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg , Die Reise nach Yhôll, S. 253.
  12. Ensel und Krete, III. Das Haus , S. 202.
  13. Die Stadt der Träumenden Bücher , 17. Das Erbe der Smeiks, S. 150.

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