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Die Buchhaimer Rüssel sind nach dem letzten Brand von Buchhaim entstanden, als stellenweise der Boden einbrach. Sie sind nach Berühmtheiten benannt und befinden sich überall in Buchhaim, viele von ihnen - jedoch nicht alle - sind touristisch erschlossen. Interessierte können durch sie gefahrlos ein Stück weit in die Katakomben hinabsteigen.

Ausbau

Zu Beginn waren die Rüssel nur verkohlte Löcher. Bis auf den "Phistomefel-Rüssel" sind sie jedoch mittlerweile alle innen mit Holz verkleidet und haben ein Geländer rundherum. Auch die Wege, auf denen man zu ihnen gelangt, bestehen aus Holz und sind nur für Fußgänger vorgesehen. Gerät man in Buchhaim also auf einen hölzernen Weg, kann man sich sicher sein, dass ein Rüssel in der Nähe ist. Das Holz verleiht den Rüsseln eine weniger furchteinflößende Erscheinung, jedoch ist der Geruch, der ihnen entströmt, nach wie vor der typische Katakombengeruch - seit dem letzten Brand allerdings mit einer unauslöschlichen verbrannten Note -, und sie führen in eine große, kaum beleuchtete Tiefe. Jeder Rüssel wird durch ein Schild mit seinem Namen gekennzeichnet.

Für die Buchhaimer sind die Rüssel längst eine vertraute Angelegenheit und für Touristen eine der Sehenswürdigkeiten von Buchhaim. Auf Hildegunst von Mythenmetz wirken sie jedoch eher abschreckend.[1]

Bekannte Rüssel

Akud-Ödreimer-Rüssel

Akud-Ödreimer-Rüssel-Schild

Die Beschriftung des Rüssels

Der Akud-Ödreimer-Rüssel ist der erste, den Mythenmetz während seines Rundgangs durch Großbuchhaim entdeckt. Der Rüssel hat einen Durchmesser von ungefähr zwanzig Metern, ist holzverschalt und mit mehreren Treppen ins Innere ausgestattet. Er ist einer der größeren Rüssel und voll für Touristen erschlossen.[2]

Hildegunst-von-Mythenmetz-Rüssel

Mit nur wenigen Metern im Durchmesser erheblich kleiner als der Ödreimer-Rüssel ist der Hildegunst-von-Mythenmetz-Rüssel dennoch durch einen Zufall von weitaus größerer Wichtigkeit, besonders für Bibliotekten. Der in der Nähe der Orphetu-Harnschauer-Straße gelegene Rüssel besitzt, wie wohl alle Rüssel, diverse Seitenarme. In einem dieser Tunnel wurde bei Aufräumarbeiten ein gigantisches Vorkommen von versteinerten Büchern, später bekannt als Quarzbücher, gefunden und untersucht. Diese wurden als Baumaterial freigegeben und führten zu einer rasanten Bautätigkeit, vor allem in der Nähe des Rüssels. Schließlich wurde sogar ein Gesetz erlassen, das vorschreibt, jedes fünfte Haus sei aus den versteinerten Büchern und nach bibliotektischen Vorgaben zu errichten. Außer wegen des Baumaterials ist der Mythenmetz-Rüssel ebenfalls als Ausflugsziel und Picknickort beliebt.[3]

La-Gadeon-Rüssel

Negativ aufgefallen ist der La-Gadeon-Rüssel durch das wiederholte Auftauchen von brotlaibgroßen Kakerlaken. Diese flohen meist vor Wandernden Feuern aus den Katakomben und suchten stattdessen ähnliche Lebensräume wie Buchhandlungen auf. Eine Heimsuchung für Besitzer und Kunden. Die Bibliozisten mussten eingreifen und den La-Gadeon-Rüssel zusammen mit Kammerjägern sichern und mit Insektengift imprägnieren. Seitdem ist der La-Gadeon-Rüssel wieder frei begehbar.[4]

Ojahnn-Golgo-van-Fontheweg-Rüssel

Einer der größten und der erste überhaupt benannte Rüssel ist der Ojahnn-Golgo-van-Fontheweg-Rüssel. Mit großen Feierlichkeiten wurde dieser erste Rüssel öffentlich eingeweiht und freigegeben.[5]

Niemandsland-Rüssel/Phistomefel-Rüssel

Ruesselquerschnitt

Querschnitt durch den Niemandsland-Rüssel

Der einzige unbenannte und kaum zugängliche Rüssel ist derjenige im Zentrum der Giftigen Zone. Da diese auch als Niemandsland bekannt ist, wird der Rüssel im Volksmund oft "Niemandsland-Rüssel" genannt, oder auch "Phistomefel-Rüssel", denn er entstand genau am Ursprung des Brandes von Buchhaim in Phistomefel Smeiks Haus. Dieser eigentlich unbenannte Rüssel ist im Gegensatz zur umliegenden Gegend angeblich absolut steril, aber aufgrund seiner Lage sehr selten frequentiert. Nur die Librinauten benutzen ihn und ausnahms- und anlassweise ist er für das Unsichtbare Theater "offen".[6]


Quellenangaben

  1. Das Labyrinth der Träumenden Bücher , Alles in Fraktur, S. 77-81.
  2. Das Labyrinth der Träumenden Bücher , Notizloses Notieren, S. 62f.
  3. Das Labyrinth der Träumenden Bücher , Alles in Fraktur, S. 71ff; S. 76f; S. 80; Bibliodies, Bibliodas, S. 119.
  4. Das Labyrinth der Träumenden Bücher , Alles in Fraktur, S. 80f.
  5. Das Labyrinth der Träumenden Bücher , Alles in Fraktur, S. 80.
  6. Das Labyrinth der Träumenden Bücher , Das Unsichtbare Theater, S. 413f.

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