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Nattifftoffe

Ein Nattifftoffe

Der Buchtinger Urton ist der erste offiziell anerkannte Ton der Zamonischen Musikgeschichte.


Die Legende zum Urton erzählt eine tragische Geschichte von dessen Entdeckung.

Fürst Orian von Buchting, vor langer Zeit der Herrscher dieser Stadt, hatte die Vision, dass der Urton, die Grundlage der Musik, gefunden und festgelegt werden sollte. Nach diesem Urton sollte in Zamonien zukünftig komponiert und gespielt werden. Das Maß aller musikalischen Dinge sollte er sein. Aber weder zu leise, noch zu laut, weder zu hoch, noch zu tief, weder zu radikal, noch zu spießig durfte er sein.

Der Fürst war ein grausamer Herrscher, der seinen Willen mit Gewalt erreichte. Wenn seine Wünsche von seinen Untergebenen nicht erfüllt oder zu langsam erfüllt wurden mussten sie Florinthische Glasklingen essen. Orians Musikmeister waren deshalb besonders eifrig und begaben sich überall auf die Suche nach dem Ton. Jeder Ton wurde vermessen. Vom Angstschrei der Auster bis zum Schmiedehammer der auf den Amboss schlägt. Keiner dieser Töne konnte den Ansprüchen Orians genügen.

Ein junger, schöner nattifftoffischer Musikmeister, glaubte sich schon verloren und verzweifelte an der scheinbar unmöglichen Suche als er plötzlich den Ton hörte. Weder zu leise, noch zu laut, weder zu hoch, noch zu tief, weder zu radikal, noch zu spießig. Außerdem sauber, gradlinig, anhaltend und vollkommen. Dieser kam aus einem Haus an dem der junge Nattifftoffe vorbeikam und sofort ging er hinein und dort spielte eine junge, schöne Nattifftoffin auf ihrer Flöte eben diesen Ton.

Der junge Nattiftoffe hatte nicht nur den Urton gefunden, sondern auch die Liebe seines Lebens. Auch sie verliebte sich sofort und das glückliche Paar machte sich auf den Weg zu Fürst Orian. Dort spielte die junge Flötistin ihm den Ton vor und auch er empfand ihn als perfekt und bestimmte ihn zum Urton.

Doch unglücklicherweise hatte er sich bei dem Vorspiel des Urtons auch in die schöne Nattifftoffin verliebt und wollte sie um jeden Preis haben. Er ließ seinen jungen nattifftoffischen Musikmeister also einen Teller voller Glasklingen essen. Unter Röcheln starb dieser und der Weg schien für den Fürsten frei.

Aber die angebetete Nattifftoffin verfiel natürlich in Liebeskummer, weil ihr Geliebter hingerichtet war und ihr das Leben nun keinen Sinn mehr zu machen schien. Sie schluckte ebenfalls einige scharfkantige Gegenstände und starb, romantisch, grausam und sehr tragisch.

Als Orian davon hörte, dass seine geliebte Nattifftoffin sich selbst das Leben genommen hatte, wurde ihm klar, dass er eine junge Liebe vernichtet hatte. Seine darauffolgenden Schuldgefühle hielt er nicht mehr aus und um auf dieselbe Weise zu enden wie seine Opfer, aß er seine Kronjuwelen, die ihn unter schweren inneren Blutungen einen qualvollen Tod sterben ließen.[1]


Quellenangaben

  1. Die Stadt der Träumenden Bücher , 14. Das Trompaunenkonzert, S. 119f.

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