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Disambig Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für weitere Bedeutungen siehe Nachtmahr (Begriffsklärung).

Der Nachtmahr ist ein Magazin, das der Großschriftsteller Hildegunst von Mythenmetz ins Leben rief. Es behandelt großflächig das Thema Alpträume und Schlafstörungen und ist damit eine wichtige Bereicherung für jeden, da jeder Alpträume hat. Das Magazin stellt eine Hilfe für Personen mit Schlafstörungen zur Seite und bietet Informationen und gute Ratschläge - so zumindest die Meinung des Herausgebers Hildegunst von Mythenmetz.

Der Herausgeber leidet selbst an Schlafstörungen, aus denen schon andere bedeutende literarische Projekte hervorgegangen sind, wie Hell ist die Nacht und allgemein die Gattung der Faktomane.

Außerhalb des Zamonien-Kosmos
"Der Nachtmahr" ist außerdem ein reales Merchandiseprodukt, das als Kundenmagazin kostenlos zur Verfügung steht bzw. stand. Es lag als Beilage in Buchhandlungen aus, die es bestellt hatten und wurde in ICE-Zügen verteilt, außerdem war es im Magazin buchjournal beigelegt. "Der Nachtmahr" erschien am 31. August 2017.[1]

Bekannte InhalteBearbeiten

Einige Bestandteile des Magazins waren bereits vor der Veröffentlichung aufgrund von Bildern, die im Internet gezeigt wurden, bekannt. Dazu gehören das Editorial von Hildegunst von Mythenmetz und der Artikel "Wird Schlafen überschätzt?" von Prinzessin Dylia.

Editorial

Der Nachtmahr 03

Seite 3 von Der Nachtmahr

  • Titelblatt / Seite 1
  • Seite 3
  • Seite 5/6
  • Seite 8 unten
  • Seite 9
Brauchen wir wirklich noch eine einzige neue Zeitschrift? Wo doch schon alle Nischenthemen mit eigenen Magazinen abgedeckt sind, vom Tätowieren mit Brandeisen bis zum arktischen Nackttauchen?

Die Antwort ist: Ja. Denn DER NACHTMAHR bedient kein Nischenthema, er geht alle an. Jeder hat Alpträume. Sie etwa nicht? Zu behaupten, man habe nie Alpträume, wäre so unsinnig, wie seine eigene Verdauung zu leugnen.
Und dennoch gibt es weltweit kein einziges Magazin zum Thema Alpträume und Schlafstörungen. Wer bisher mitten in der Nacht schweißnass aus Alpträumen erwachte und nach einem Magazin neben dem Bett tastete, das nun Trost spende, der griff ins Leere. Damit wollen wir aufräumen, das ist jetzt vorbei. Denn nun haben wir den NACHTMAHR, die Zeitschrift für unruhige Nächte. Jeder braucht sie irgendwann.
Und welches Thema wäre geeigneter die Titelstory der ersten Ausgabe abzugeben, als mein neuester Roman Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr? Urteilen Sie selbst - eine exklusive Leseprobe finden Sie auf Seite 12.
DER NACHTMAHR wird Ihnen helfen, die eine oder andere gestörte oder schlaflose Nacht zu überstehen - mit interessanten Informationen, erbaulichen Illustrationen und guten Ratschlägen. Denn jetzt sind Sie nicht mehr allein. Sie haben den NACHTMAHR.
Eine gute Nacht wünscht Hildegunst von Mythenmetz

Wird Schlafen überschätzt?

Der Nachtmahr 05f

Seite 6 und 7 von Der Nachtmahr

Die Antwort gleich vorneweg. Meiner Meinung nach ja - und zwar maßlos. Mal ehrlich: Wozu ist Schlaf überhaupt nützlich, rein ökonomisch betrachtet? Zu nicht viel. Nur steinreiche Hoteliers und geldgierige Herbergsväter profitieren davon. Bettenhersteller und Schlafanzugfabrikanten. Und wie erheblich einfacher, billiger und sicherer wäre zum Beispiel das Reisen, wenn man nicht schlafen müsste? Keine gehetzten Kutschfahrten mehr, um vor Einbruch der Nacht das nächste Gasthaus zu erreichen. Keine Hoteldiebe, kleptomanische Zimmermädchen und Raubmorde mehr. Keine lieblosen Frühstücksbuffets mit lauwarmem Orangensaft und kaltem Kaffee, keine zu harten, zu weichen oder quietschenden Betten mit schmutzigen Laken, keine randalierenden betrunkenen Gäste im Nachtbarzimmer. Dann könnte man auf Reisen einfach durchmachen bis zu seiner Destination und in der Kutsche glockenwach gute Bücher lesen, statt zwischendurch an drei bettwanzenverseuchten Gasthäusern anzuhalten, nur um dort Zeit, Nerven und ein Heidengeld loszuwerden. Und sich durch die dünnen Wände das Geschnarche seiner Zimmernachbarn anzuhören. Reiseliteratur würde nur noch aus interessanten Beschreibungen von Landschaften und fremden Sitten bestehen, und nicht mehr von zu weich gekochten Frühstückseiern, verstopften Toiletten oder Zimmern ohne Aussicht handeln. Wie viele Romane, Gedichte und Novellen mehr hätte Ojahnn Golgo van Fontheweg schreiben können, wenn er nicht die Hälfte seines Lebens verschlafen hätte? Wie viele Symphonien hätte Evubeth van Goldwein ohne Schlafbedürfnis komponiert? Wie viele Bilder hätte Vochtigan Venng in ständig wachem Zustand gepinselt? Das Doppelte doch wohl mindestens. Wirtschaftlich gesehen richtet der Schlaf mehr Schaden an als Krieg, Krankheit und Inflation zusammen. Und hält alle nur von der Arbeit, vom Denken und vom Forschen ab. Wir würden heutzutage wahrscheinlich mit Zeitmaschinen durch die Dimensionen rauschen, wenn der verfluchte Schlaf nicht wäre. Vielleicht hätten wir längst alle Krankheiten und den Tod besiegt, die Schwerkraft aufgehoben und würden regenbogenfarbene Riesenbananen in anderen Galaxien züchten. Wir würden das Wetter und die Gezeiten kontrollieren und alle in Saus und Braus und ewiger Gesundheit leben.


Dylia

Die Autorin Prinzessin Dylia

Ist der Schlaf nicht eigentlich unser größter Feind überhaupt? Stiehlt er uns nicht unser allerkostbarstes Gut - die Lebenszeit? Und was bekommen wir dafür im Gegenzug? Schlafstörungen, Alpträume und Wadenkrämpfe in der Nacht? In jeder Wohnung, jedem einzelnen Wohnhaus beanspruchen die Schlafzimmer für den größten Teil des Tages völlig nutzlos wichtigen Wohnraum, der uns für wache Beschäftigungen fehlt. Warum gibt es Schlafzimmer, aber keine Wachzimmer, obwohl wir viel mehr Zeit mit Wachen als mit Schlafen verbringen? Kinder müssen Abend für Abend umständlich in den Schlaf gesungen und gewiegt und dann wieder getröstet werden, wenn sie weinend aus Alpträumen erwachen. Warum arbeiten Wissenschaftler nicht energisch und gemeinsam an der Abschaffung des Schlafes, statt ständig neue Schlafmittel auf den Markt zu werfen? Man sollte das Übel an der Wurzel packen! Und den Schlaf als solchen abschaffen. Dann gibt es auch keine Probleme mit Schlaflosigkeit oder Schlafstörungen, keinen Schlafmangel, keinen Schlafentzug und keine Abhängigkeit von Schlaftabletten mehr.

Was wäre uns denn dadurch entgangen, wenn es den Schlaf nie gegeben hätte? Die Erfindung des Etagenbettes? Oder des Schlafsacks? Die Schlafmütze, die Schlaftablette und der Nachttopf? Die blöden Schlaflieder habe ich schon als kleines Kind gehasst. Wer schläft, träumt doch nur davon, lebendig zu sein - dem Tod ist er dabei viel näher.


QuellenangabenBearbeiten

  1. Knaus_folder_moers_he2017.pdf, S. 5.