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Der sprechende Ofen ist eines der bedeutendsten Bücher des Schriftstellers Hildegunst von Mythenmetz. Mit diesem Werk begründete er die Totmateriedichtung.

InhaltBearbeiten

Ein alternder Schriftsteller lebt in einem abgelegenen Waldhäuschen, um dort seinen Lebensabend zu verbringen. Er ist ein Lindwurm und hat sich dorthin zurückgezogen, nachdem seine Frau, ein sehr kratzbürstiger Dinosaurier, das Zeitliche gesegnet hatte. Nun genießt er die Ruhe und der Winter beginnt hereinzubrechen.

Nun fällt ihm auf, dass der kleine Ofen aus Gusseisen, mit dem er das Häuschen heizt, sprechen kann. Anfangs spricht er noch unbefangen und zum Zeitvertreib mit dem Ofen, bis er merkt, dass seine tote Frau zu ihm spricht. Ihr Geist war in den Ofen gefahren und aus der märchenhaften Stimmung entwickelt sich ein beklemmendes Psychodrama.

Der starke Winter lässt dem Lindwurm keine andere Wahl, als sich um den Ofen zu kümmern und ihn beständig mit Feuerholz zu versorgen. Die Gespräche sind nun größtenteils Streitgespräche voller Vorwürfe und Anschuldigungen.

Als der Frühling beginnt und der Lindwurm nicht mehr auf den Ofen angewiesen ist, lässt er diesen einschmelzen und heiratet erneut. Diesmal eine weitaus jüngere Frau.[1]


Das tragische Ende, mit dem das Buch zuende ging (zamonische Hochliteratur geht vor "Ensel und Krete" ausschließlich tragisch aus), ist nicht bekannt.

SchreibstilBearbeiten

Mythenmetz vereint in diesem Roman nicht nur Psychodrama und Phantastisches miteinander, sondern wechselt öfters auch in die Perspektive des Ofens. In dieser beschreibt er dessen Dasein derart gekonnt, dass viele Leser ihre Öfen danach für sprachfähig hielten, mit ihnen sprachen, Ausgaben des Romans in ihnen verfeuerten, um die Öfen zum sprechen zu bringen, oder gar Ofenliebhaberzirkel gründeten.

Außerdem wagte er es, fünfzig Seiten lang nur das Pfeifen des Windes und besonders das Ticken einer Standuhr zu beschreiben, während die Protagonisten sich anschweigen.[2]

WeiteresBearbeiten

„Die Ofentür öffnete sich wie von selbst, und was dann geschah, sollte dem Leben des Köhlers eine Wendung geben, die … “
— Einleitender Satz der Mythenmetzschen Ereignisandrohung auf Seite 34

Abgesehen von dieser revolutionären Beschreibung toter Materie verwendete Mythenmetz erstmals seine vom Zamonischen Patentamt geschützte Erfindung, die Mythenmetzsche Ereignisandrohung.[3]

Das Werk war offensichtlich sehr autobiographisch geprägt, denn Mythenmetz’ Frau Yette von Stanzenmacher wurde im Laufe der Ehe immer kratzbürstiger und unerträglicher. Er ließ sich scheiden und heiratete ein sehr junges Dinosauriermädchen namens Arzamia von Verswerker.[4]


QuellenangabenBearbeiten

  1. Ensel und Krete, Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg , Der sprechende Ofen, S. 243.
  2. Ensel und Krete, Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg , Der sprechende Ofen, S. 243f.
  3. Ensel und Krete, III. Das Haus , S. 204f.
  4. Ensel und Krete, Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg , Der sprechende Ofen, S. 245.

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