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Eisenstadt ist eine der unbeliebtesten Städte Zamoniens und ein großes Industriezentrum. Wie der Name schon sagt, besteht die Stadt zum Großteil aus Metall, überall stehen Wellblechhütten, stählerne Fabriken oder metallene Festungen der eisenstädter Industriemagnaten, welche in ständiger Angst vor ihren Untertanen leben.

Allgemeines

Die Stadt ist schmutzig, ungesund, überall liegen saure Dämpfe in der Luft und es regnet beinahe ununterbrochen sauren Regen. Ein unablässiges Gewitter herrscht über der Stadt. Es kommt aus der nie aufreißenden Kuppel aus Ruß und Gewitterwolken, die die gesamte Stadt überdacht. Die Exportgüter der Stadt sind restlos Produkte der Metallindustrie: So werden große Maschinen, Waffen und Folterinstrumente wie Kupferne Jungfrauen ausgeliefert. Einige der Bewohner sind selbst Maschinen. Einem Gerücht zufolge ist sogar die gesamte Stadt eine einzige Maschine, welche sich auf ein noch unbekanntes Ziel zubewegt. Neben Flüssen aus Öl und Säure[1] wird die Stadt von ihren markanten Quecksilberflüssen durchzogen. So sagt Ovidios von Versschleifer “Stell dir [...] Eisenstadt ohne seine Flüsse aus Quecksilber [vor]!“ um zu verdeutlichen wie sehr Bücherjäger in Buchhaim fehlten.[2] Allgemein ist Eisenstadt derart furchtbar, dass es im Zamonien-Lexikon einfach als das genaue Gegenteil des strahlenden Florinth beschrieben wird.[3]

Kultur

Die niederdrückende Atmosphäre scheinen ausgewanderte Eisenstädter jedoch noch bis weit in ihre neue Heimat zu vermissen. So wurde beispielsweise in Buchhaim die rostige Eisenstädter Schwermetallarchitektur bedeutend für das Stadtbild der neuen Stadt.[4] Sogar im künstlerischen Bereich lassen die Eisenstädter Exilanten nicht von ihrer eigentlich schrecklichen Heimat. Der Futuristische Puppetismus ist beherrscht von der Leblosigkeit der Figuren, wie auch die gesamte Inszenierung leblos wirkt. Die Stücke handeln regelmäßig von der Unterdrückung duch die Industriemagnate und meist dem Ende der Helden, die singend den Freitod in einem Quecksilberfluss wählen.[5]

Außerhalb des Puppetismus ist auch ein bekanntes Stück von Ossigichio Ronani geschrieben worden, das den Namen “Der Konditor von Eisenstadt“ trägt[6] und sehr an die Geschichte erinnert, mit der Succubius Eißpin Izanuela und Echo während des Essens unterhält. Womöglich handelt es sich hier bei um eine Prosafassung der Operette.[7]

Gesellschaft

Bewohnt wird Eisenstadt wohl größtenteils von Eisenstädter Halbzwergen, die sich durch eine graue, blasse Haut und rostrotes Haar auszeichnen.[8] Beherrscht wird Eisenstadt von Industriemagnaten, die sich alle auf ein Metall spezialisiert zu haben scheinen und dementsprechende Bezeichnungen haben. So herrschen neben Eisenbaronen[9] auch Bleibarone und Goldgrafen über die Arbeiter der Stadt. Diese leben tatsächlich jedoch in ständiger Furcht vor einem Aufstand ihrer Arbeiter und verschanzen sich in gigantischen Festungen aus Stahl.[10]

Unterwelt

Auch in Eisenstadt existiert eine Unterwelt, welche vor der Zeit Phistomefel Smeiks von Okusaisai Smeik kontrolliert wurde, welcher seine Gegner mit seinem Stahlgebiss bei lebendigem Leibe verspeiste.[11]

Bekannte Bewohner


Quellenangaben

  1. Der Schrecksenmeister , Eisenstadt, S. 208f.
  2. Das Labyrinth der Träumenden Bücher , Bibliodies, Bibliodas, S. 130.
  3. Zamonien – Entdeckungsreise durch einen phantastischen Kontinent, Eisenstadt, S. 65f.
  4. Das Labyrinth der Träumenden Bücher , Alles in Fraktur, S. 73, 82.
  5. Das Labyrinth der Träumenden Bücher , Puppetismus in höchster Vollendung, S. 366f.
  6. Das Labyrinth der Träumenden Bücher , Mehrere Doppelgänger, S. 241.
  7. Der Schrecksenmeister , Hochzeitsschmaus und Henkersmahlzeit, S. 306-311.
  8. Das Labyrinth der Träumenden Bücher , Bibliodies, Bibliodas, S. 120.
  9. Das Labyrinth der Träumenden Bücher , Puppetismus in höchster Vollendung, S. 366.
  10. Der Schrecksenmeister , Eisenstadt, S. 208ff.
  11. Die Stadt der Träumenden Bücher , 17. Das Erbe der Smeiks, S. 144.
  12. Rumo & Die Wunder im Dunkeln, Obenwelt – III. Wolperting , Oga von Eisenstadt, S. 214.
  13. Der Schrecksenmeister , Die Festtafel, S. 224.

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