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Die Gaunabschen Fallenstädte wurden erfunden von Gaunab dem Zweiundsechzigsten. Unter seiner Herrschaft wurden die drei Fallenstädte gebaut und in Betrieb genommen. Die Idee für die Fallenstädte hatte Gaunab der 62ste aus einem Kinderbuch von Ngyan Tshugs Can.

Eine Gaunabsche Fallenstadt ist eine Stadt in Obenwelt, die einen Zugang nach Untenwelt hat und durch den die Bewohner der Stadt in Zyklen entführt werden. Ist die Stadt von der Helschen Armee "abgeerntet" worden, wird sie wieder leerstehen gelassen, um neue Bewohner anzulocken, die sich diese Stadt zu ihrer Heimat machen, nur um wieder entführt zu werden.[1]


Das Kinderbuch des Ngyan Tshugs Can Bearbeiten

Dieses Kinderbuch war ausschließlich für die Sprösslinge der Königsfamilie bestimmt. Es sollte den zukünftigen Herrschern von Untenwelt die große Politik in vereinfachter Form und in Grundzügen erklären.

Die Könige ließ er als gewaltige schwarze Höhlenbären mit enormen Kräften zeichnen, das gemeine Volk als treue und brav buckelnde Albinoratten. Für die Stadt Hel selbst fand Ngyan das Bild einer klugen hundertbeinigen und hundertäugigen Spinne, die unter der Erde lauerte bis sie eines Tages an die Oberfläche kam.

In eindrucksvollen Illustrationen war dargestellt, wie die Spinne an der Oberfläche Fallen in Form von Häusern baute, in denen es sich Obenweltwesen aller Art gemütlich machten, bis die Spinne heraufkam und sie allesamt fraß. So sollte den jungen Königen die Rote Prophezeiung versinnbildlicht werden.[2]

Das kostbare handgezeichnete Geschenk wurde über die Generationen weitergereicht, bis es schließlich in die Hände von Gaunab dem Zweiundsechzigsten fiel, als er sich schon in mittlerem Alter befand. In dessen überreizten Gehirn entzündete dieses Kinderbuch eine Kettenreaktion von Ideen und Visionen. Er ließ seine Architekten, Generäle, Alchimisten und die Intendanten des Theater der Schönen Tode zusammenrufen. Ihnen präsentierte er seine vom Wahnsinn diktierte Idee, die dennoch von bestechender Genialität war.

Die Architekten sollten in Obenwelt eine gut gebaute Stadt mit Verbindung nach Untenwelt errichten. Man würde sie leerstehen lassen und dann würden Daseinsformen diese Stadt füllen. Die Armee würde zusammen mit den Vrahoks nach oben steigen und die von den Alchimisten betäubten Bewohner der Stadt entführen. Diese würde man versklaven und für niedere Dienste sowie für Inszenierungen im Theater der Schönen Tode verwenden.

Diese Idee wurde sogleich begeistert in die Tat umgesetzt, denn damit lösten sich mehrere Probleme. Der rastlose Geist Gaunab des 62sten war beschäftigt, die Armee und die Vrahoks hatten eine sinnvolle Beschäftigung, anstatt Jahrhunderte auf die Erfüllung der Roten Prophezeiung zu warten, die Beschaffung von Sklaven war kein Problem mehr und das Theater erhielt neue Attraktionen.[3]


Achtung Spoilergefahr!


Die erste Fallenstadt Bearbeiten

Die erste Stadt die Gaunab der 62ste erbauen ließ sollte, um Hel nicht zu gefährden, möglichst weit entfernt liegen. Deshalb benutzte man einen abgelegenen vulkanischen Schacht der in eine einsame Gegend in Südzamonien führte. Dort begannen die Architekten eine Stadt im Obenweltstil zu planen.

Zuerst wurde eine gewaltige Treppe in den Schacht getrieben. Jegliche Bauarbeiten wurden von Homunkeln errichtet, denn sie waren die unterste Schicht in Untenwelt und konnte sowohl am Tag als auch in der Nacht arbeiten. Der Bau dieser Treppe verschließ sehr viele Homunkel, doch endlich konnte man zum Bau der Stadt übergehen. Ein Fluss floss durch die Stadt und um wehrhafte Bewohner anzulocken wurde die erste Fallenstadt mit einer starken Stadtmauer umgeben. Im Zentrum der Stadt wurde über dem Treppeneingang die Schwarze Kuppel aus Untenwelterz errichtet. Diese konnte von innen, aber nicht von außen geöffnet und verschlossen werden.

Gaunab der
Wolperting.jpg
62ste war ungeduldig und konnte nur ein Jahr warten bis er die erste Ernte anordnete. Man stieg hinauf und fand die Stadt voller schlafender Söldner, die die Alchimisten sofort betäubten und die Armee nach Hel verschleppte. Die erste Ernte war ein voller Erfolg.[4]

Die Kuppel wurde wieder verschlossen und die nächste Ernte erwartet. Die Stadt hatte im Laufe der Zeiten viele Namen, je nachdem welche Daseinsform darin lebte. Unkenstadt, Muming oder Bertenheim. Irgendwann betrat ein Wolpertinger namens Hoth die Stadt, nannte den Fluss Wolper und die Stadt Wolperting.[5]


Die zweite Fallenstadt – Schneeflock Bearbeiten

Schneeflock (schematische Ansicht).png
Von dem Erfolg der ersten Fallenstadt bestätigt, gab Gaunab der 62ste eine zweite in Auftrag. Man folgte einem zweiten vulkanischen Aufgang nach Obenwelt und landete in einer dicht besiedelten Gegend Zamoniens. Durch die enge Nachbarschaft zu anderen "echten" Städten konnten die Arbeiten nur in der Nacht durchgeführt werden.

Doch gerade dieses mysteriöse Erscheinen der Stadt und die Tatsache, dass immer wieder Leute verschwanden verursachten Gerüchte, dass die Vorgänge in der Stadt nicht geheuer wären. Dementsprechend wagten sich nur sehr zwielichtige Gestalten dorthin und die Ernten fielen im Vergleich zur ersten Fallenstadt mager aus.

Da es in der Gegend sehr viel schneite und durch die wenigen Bewohner die Dächer ständig mit Schnee bedeckt waren nannte man die Stadt in Obenwelt Schneeflock und diesen Namen behielt sie auch.[6]


Die dritte Fallenstadt – Nebelheim Bearbeiten

Nebelheim.jpg
Gaunab der 62ste war es leid warten zu müssen und verlangte eine Stadt, die laufend Gefangene einbrachte. Man entschloss sich eine vorhandene Stadt zu nehmen und zwar Nebelheim. Die Nebelheimer pflegten schon seit langer Zeit mit Untenwelt Umgang und Nebelheim war isoliert und von der Nebelqualle umgeben.

Die Alchimisten Gaunab des 62sten entwickelten eine Möglichkeit die Qualle zu betäuben was sich dann wiederum auf alle auswirkte die sich in ihr aufhielten. Die Nebelheimer wurden immunisiert und von nun an lieferten sie immer wieder Touristen und Besucher an die Helsche Armee aus.[7]

Am erfolgreichsten war zwar immer noch die erste Fallenstadt, doch Nebelheim folgte mit den Ernteerträgen gleich dahinter und mit sehr mageren Ernten beendete Schneeflock die Reihe der Gaunabschen Fallenstädte.[8]


QuellenangabenBearbeiten

  1. Rumo & Die Wunder im DunkelnZweites Buch: UntenweltII. Hel , Gaunab der Zweiundsechzigste, S. 431-436.
  2. Rumo & Die Wunder im DunkelnZweites Buch: UntenweltII. Hel , Das Kinderbuch des Ngyan Tshugs Can, S. 430f.
  3. Rumo & Die Wunder im DunkelnZweites Buch: UntenweltII. Hel , Gaunab der Zweiundsechzigste, S. 431ff.
  4. Rumo & Die Wunder im DunkelnZweites Buch: UntenweltII. Hel , Die Fallenstädte, S. 433.
  5. Rumo & Die Wunder im DunkelnZweites Buch: UntenweltII. Hel , Die Qualle von Nebelheim, S. 435f.
  6. Rumo & Die Wunder im DunkelnZweites Buch: UntenweltII. Hel , Die Fallenstädte, S. 433f.
  7. Rumo & Die Wunder im DunkelnZweites Buch: UntenweltII. Hel , Die Qualle von Nebelheim, S. 434f.
  8. Rumo & Die Wunder im DunkelnZweites Buch: UntenweltII. Hel , Die Fallenstädte, S. 434f.

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