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Finsterberggewitter, das: Die Atmosphäre über den Finsterbergen ist durch die Eisenhaltigkeit des Gebirges immer stark elektrisch aufgeladen; wenn es also einmal zu einem Gewitter kommt, was eine sehr seltene Naturerscheinung ist, dann ist es ein Unwetter, das keinen Vergleich mit anderen Naturkatastrophen zu scheuen braucht und das man das "Finsterberggewitter" oder auch den "Tobsuchtsanfall der Götter" nennt.

Gigantische tintenschwarze Regenwolken türmen sich in Minutenschnelle kilometerhoch über dem Gebirge auf und regnen sich in Tropfen ab, die so groß und schwer wie Kachelöfen sind. Ein einzelner Regentropfen kann eine Badewanne füllen oder einen Elch erschlagen. Millionen von Blitzen pro Sekunde erhellen die Nacht zum Tag und zucken in Richtungen und Bahnen, die gewöhnlichen elektrischen Entladungen normalerweise verwehrt sind. Lange dünne Blitze zischen in die Täler und schlagen Kaskaden von weißen Funken, andere, breit wie Straßen, spalten ganze Gipfel. Kugelblitze fallen wie trudelnde Kometen. Wo sie einschlagen, gibt es mächtige Explosionen, und es entstehen qualmende Krater aus brodelndem geschmolzenem Eisen. Blitze treten in den verschiedensten Formen auf, manche winden sich wie Riesenschlangen um die Berge, andere sind kurz und spitz wie Speere und bleiben sogar einen Moment lang zitternd stecken, wenn sie eingeschlagen sind. Dazu dröhnt ein Donner, der sich anhört, als würde eine Bande von verrückten Riesen mit Lokomotiven auf die Eisenberge einschlagen.

Blaubär während des Finsterberggewitters 01.jpg

Die Finsterberge werden durchspült

Die Finsterberge sind von poröser Struktur, durchlöchert von zahlreichen Gängen wie ein Termitenhaufen [→Finsterbergmade, die]. Manche dieser Gänge führen ins Freie, wodurch die Bergwände den im Finsterberggewitter abregnenden Wassermassen zahlreiche Öffnungen zur Verfügung stellen, um das Gebirge reinigend zu durchstrudeln. Das wirkt sich positiv auf die Gebirgshygiene aus, aber auch lebensbedrohlich für jene Geschöpfe, die sich im Inneren der Berge befinden. Natürliche Bewohner wie →Finsterbergmaden und Stollentrolle verfügen allerdings über Gnaden der Natur, die ihnen ein Überleben unter diesen Umständen gestatten. Finsterbergmaden zum Beispiel können bis zu zwei Stunden die Luft anhalten.[1]


QuellenangabenBearbeiten

  1. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär(6. Mein Leben in den Finsterbergen), Das Loch im Berg, S. 199ff.

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