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Floria von Eisenstadt wohnte ursprünglich in Eisenstadt und war die Tochter eines Bleibarons.


In Eisenstadt

Eisenstadt

Eisenstadt

In jungen Jahren lebte Floria von Eisenstadt abgeschirmt in einer Festung aus Stahl, in der es nur Schießscharten gab und keine Fenster, nur Fallbrücken über die Säuregräben und keine Türen nach draußen.

Als sie dann ins heiratsfähige Alter kam, wurde von ihrem Vater ein Wettbewerb ausgerufen, bei dem sich verschiedenste Bewerber mit dem Bestehen von diversen Prüfungen qualifizieren konnten, um sich dann den drei Fragen zu stellen, die Floria stellen würde.

Viele bestanden die Prüfungen, doch scheiterten sie jedes Mal an Florias Fragen, die sie absichtlich so stellte, dass keiner sie beantworten konnte. Nachdem der Wettbewerb fast zuende war, kam noch ein weiterer Bewerber, der im Eiltempo alle Prüfungen bestand und sich auch den drei Fragen stellte, die derart einfach ausfielen, dass allen klar wurde, dass sie diesen Jüngling bevorzugte und gewinnen lassen wollte.

Er beantwortete auch alle Fragen nach ihrer Zufriedenheit und schließlich gestand sie ihm im Geheimen, dass sie diesen Wettbewerb nur mitgemacht habe, um Zeit für sich und ihren bereits Verlobten zu schinden. Dieser stamme allerdings aus armen Verhältnissen, weshalb Floria den Jüngling darum bat, ihr hunderttausend Pyras zu geben, damit sie und ihr Verlobter heiraten könnten.

Der Jüngling sagte zu und brachte ihr auch das Geld. Sie ließ sich von ihm versichern, dass sie Freunde bleiben und er sie besuchen würde. Die Geschichte von einem anderen, den sie heiraten wollte, war aber gelogen und nur ein Vorwand. Sie wollte die Liebe des Jünglings testen, der ihr nun bewiesen hatte, dass er auch ihre Liebe zu einem anderen unterstützen würde.

Nun wartete Floria darauf, dass der geliebte Jüngling sein Versprechen einhielt und sie wieder besuchte, denn dann wollte sie ihm erzählen, dass es sich nur um einen Liebesbeweis gehandelt hatte und dass sie ihn heiraten wollte.

Doch kam der Geliebte nicht. Wochenlang und schließlich einen Monat lang wartete sie und wurde krank vor Sorge, bis sie erfuhr, dass ihr Geliebter sich, nachdem er ihr den Geldbeutel übergeben hatte, aus Verzweiflung einer Söldnerarmee angeschlossen hatte und dann in der Schlacht in den Midgardbergen getötet worden war.

Dies trieb sie an den Rand des Wahnsinns. Voller Verzweiflung weinte sie einen weiteren Monat, verließ endlich Eisenstadt, zog ziellos durch Zamonien, warf den unglückseligen Geldbeutel in die Dämonenklamm und landete irgendwann in Sledwaya.[1]


In Sledwaya

Sledwaya

Sledwaya

Hier lebte Floria von Eisenstadt stark zurückgezogen und in ewiger stiller Trauer. Zurückgezogen auch, um nicht erneut von Verehrern gesehen zu werden, denn trotz des fortschreitenden Alters war sie so schön, dass sie nur mit Kapuze und Mantel vor die Tür ging. Wovon sie lebte, ist unbekannt, doch weiß man, dass sie in ihrem eigenen Haus lebte.[2]

Vermutlich gegen die Einsamkeit legte sich Floria immer wieder Katzen als Haustiere zu, doch meistens wohl nur eine zur Zeit, bis sie schließlich bereits im hohen Alter, auf welche Weise auch immer, an ein Kratzenjunges kam. Da dieses Krätzchen sprechen konnte und ihr antwortete, nannte sie es Echo.

Echo

Echo

Sie erzählte Echo, sie habe ihn aus einem Strauch Kratzenminze gepflückt; woher sie ihn wirklich hatte, erfuhr er nicht. Sie behandelte ihn auch sonst wie ein kleines Kind und erzählte ihm Märchen und Legenden oder las ihm aus schmalen Kinderbüchern mit vielen Bildern vor. So glaubte Echo an den Mann im Mond und dass dieser mit einer Mondnadel die Sterne als Löcher in den Himmel gestochen hätte, hinter dem die Sonne schlafe und durchscheine.[3] Allerdings brachte sie ihm auch das selbstständige Lesen bei und war ihrer besonderen Katze sehr zugetan.[4]

Um ihre Haustiere schien sie sich sehr fürsorglich zu kümmern. Zweimal am Tag reinigte sie das Katzen- bzw. Kratzenklo, las vor und servierte regelmäßige Mahlzeiten. Wie wohl auch die anderen Katzen vor Echo fütterte Floria ihn vor allem mit Milch und von Zeit zu Zeit mit einem Fisch oder etwas Huhn.[5]

Dass ihre Kochkünste wohl nur fast keine Anwendung fanden, lässt sich daraus erkennen, dass sie für Echo selbst hergestellte Mäuseblasen zubereitete und dieses Rezept wohl beherrschte, aber nur einmal kochte.[6] Sie selbst tat sich wohl auch nur selten etwas Gutes und trank niemals Wein.[7] Vermutlich eine weitere Änderung ihres Lebensstils nach dem Verlust ihres Geliebten.


Achtung Spoilergefahr!


Eißpin

Succubius Eißpin

Schließlich in hohem Alter und an Altersschwäche starb Floria von Eisenstadt friedlich im Schlaf. Sie wurde auf dem Friedhof von Sledwaya im Unkenwald bestattet. Ihr Haus wurde verkauft und ihre Kratze geriet an den Schrecksenmeister der Stadt, Succubius Eißpin.[8] Dieser entpuppte sich im Laufe eines Monats als der für tot gehaltene Geliebte Florias.[9] Beide hatten, ohne es zu wissen, jahrzehntelang in Sledwaya gelebt und einander hinterhergetrauert, sich zurückgezogen und waren vereinsamt.

Als auch Eißpin erfuhr, dass Floria im Unkenwald bestattet worden war, grub er ihre Leiche wieder aus, brachte sie in seine Burg und war von nun an davon besessen, sie dort wiederzubeleben. Florias Krätzchen Echo verhinderte dies und durch die Schreckseneichen wurde die Burg zum Einsturz gebracht, wodurch Eißpin und Floria gemeinsam begraben wurden.[10]


Quellenangaben

  1. Der Schrecksenmeister , Eisenstadt, S. 208-212.
  2. Der Schrecksenmeister , Eisenstadt, S. 212.
  3. Der Schrecksenmeister , Schrecksenmond, S. 98-102.
  4. Der Schrecksenmeister , Fett, S. 31.
  5. Der Schrecksenmeister , Echo, S. 9f; Knilschbrömen und Tarnkappennstör, S. 35.
  6. Der Schrecksenmeister , Eißpins Werkstatt, S. 25.
  7. Der Schrecksenmeister , Riechung, Hörung, Schmeckung, S. 115; S. 124.
  8. Der Schrecksenmeister , Echo, S. 9f; Im Unkenwald, S. 269f.
  9. Der Schrecksenmeister , Die Festtafel, S. 224.
  10. Der Schrecksenmeister , Das falsche Herz, S. 329-332; Izanuelas Weg, 368ff.

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