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Sein vollständiger Name war Gaunab Aglan Azidahaka Beng Elel Atua der Zweiundsechzigste. Gaunab der 62ste war ein Helling und, wie sein Name zeigt, ein König von Hel und Untenwelt in der Sechsten Periode. Außerdem war er der Erfinder der Fallenstädte.

Gaunab der 62ste zeigte vorwiegend manische Züge. Viele Ideen, besonders die der ausgefalleneren Art, zeichneten seine Regierung. Ein Jahr lang durfte in ganz Hel, auf sein Verbot hin, nicht gesproche werden. Nur Flüstern war erlaubt. Auch wollte er einen fossilen Fisch heiraten wovon er nur mit Mühe von seinen Beratern abgebracht werden konnte. Manchmal tanzte er nackt auf seinem Balkon und beschoss seine Untertanen mit Brandpfeilen, doch seine geniale Idee für die Fallenstädte machte ihn zu einem der berühmtesten und verehrtesten Könige von Hel.[1]

Er war ein begeisterter Architekt, dessen leerstehende Prachtbauten ganz Hel durchsetzten. Gaunab der 62ste wollte, dass seine Baupläne in Obenwelt fortgesetzt werden, aber seine Berater konnten ihn immer wieder vertrösten. Auch malte, musizierte und dichtete er, doch die Ergebnisse waren mehr als gewöhnungsbedürftig. Auf der Suche nach neuen Anregungen durchsuchte er die königliche Familienbibliothek und fand das Kinderbuch von Ngyan Tshugs Can.[2]


Das KinderbuchBearbeiten

Der Alchimist Ngyan Tshugs Can hatte ein Kinderbuch verfasst, das ausschließlich für die Sprösslinge der Königsfamilie bestimmt war. Es sollte den zukünftigen Herrschern von Untenwelt die große Politik in vereinfachter Form und in Grundzügen erklären.

Er ließ es aufwendig illustrieren und schenkte es Gaunab dem Neunundfünfzigsten, zum zehnten Geburtstag. Die Könige ließ er als gewaltige schwarze Höhlenbären mit enormen Kräften zeichnen, das gemeine Volk als treue und brav buckelnde Albinoratten. Für die Stadt Hel selbst fand Ngyan das Bild einer klugen hundertbeinigen und hundertäugigen Spinne, die unter der Erde lauerte  bis sie eines Tages an die Oberfläche kam. In eindrucksvollen Illustrationen war dargestellt, wie die Spinne an der Oberfläche Fallen in Form von Häusern baute, in denen es sich Obenweltwesen aller Art gemütlich machten, bis die Spinne heraufkam und sie allesamt fraß.

So sollte dem jungen König die Rote Prophezeiung versinnbildlicht werden. Auf Gaunab den 59sten hatte das Buch keine Wirkung. Das kostbare handgezeichnete Geschenk wurde über die Generationen weitergereicht, bis es schließlich in die Hände von Gaunab dem Zweiundsechzigsten fiel, als er sich schon in mittlerem Alter befand.[3]

Die FallenstädteBearbeiten

Obenwelt - Untenwelt

Die Fallenstädte aus der Sicht von Untenwelt

Im überreizten Gehirn von Gaunab dem 62sten entzündete dieses Kinderbuch eine Kettenreaktion von Ideen und Visionen. Er ließ seine Architekten, Generäle, Alchimisten und die Intendanten des Theater der Schönen Tode zusammenrufen. Ihnen präsentierte er seine vom Wahnsinn diktierte Idee, die dennoch von bestechender Genialität war.

Die Architekten sollten in Obenwelt eine gut gebaute Stadt mit Verbindung nach Untenwelt errrichten. Man würde sie leerstehen lassen und dann würden Daseinsformen diese Stadt füllen. Die Armee würde zusammen mit den Vrahoks nach oben steigen und die von den Alchimisten betäubten Bewohner der Stadt entführen. Diese würde man versklaven und für niedere Dienste sowie für Inszenierungen im Theater der Schönen Tode verwenden.[4]

Diese Idee wurde sogleich begeistert in die Tat umgesetzt, denn damit lösten sich mehrere Probleme. Der rastlose Geist Gaunab des 62sten war beschäftigt, die Armee und die Vrahoks hatten eine sinnvolle Beschäftigung, anstatt Jahrhunderte auf die Rote Prophezeihung zu warten, die Beschaffung von Sklaven war kein Problem mehr und das Theater erhielt neue Attraktionen.[5]

Die errichteten Fallenstädte waren Unkenstadt (bzw. Muming oder Bertenheim) und Schneeflock. Die erste war in all der Zeit auch die erfolgreichste Fallenstadt, danach kamen die Lieferungen der Nebelheimer, während Schneeflock eher magere Ernten brachte.[6]


QuellenangabenBearbeiten

  1. Rumo & Die Wunder im Dunkeln, Untenwelt – II. Hel , Gaunab der Zweiundsechzigste, S. 431; Die Qualle von Nebelheim, S. 435f.
  2. Rumo & Die Wunder im Dunkeln, Untenwelt – II. Hel , Gaunab der Zweiundsechzigste, S. 431.
  3. Rumo & Die Wunder im Dunkeln, Untenwelt – II. Hel , Das Kinderbuch des Ngyan Tshugs Can, S. 430f.
  4. Rumo & Die Wunder im Dunkeln, Untenwelt – II. Hel , Gaunab der Zweiundsechzigste, S. 431ff.
  5. Rumo & Die Wunder im Dunkeln, Untenwelt – II. Hel , Die Fallenstädte, S. 433.
  6. Rumo & Die Wunder im Dunkeln, Untenwelt – II. Hel , Die Fallenstädte, S. 433-436.

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