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Gekochte Gespenster sind alchimistische Produkte, die laut Alchimisten nicht wirklich als Daseinsform bezeichnet werden können. Gekochte Gespenster können nicht mit dieser Welt kommunizieren oder interagieren. Sie sind einfach da. Normalerweise schweben sie scheinbar teilnahmslos umher, wobei sie auch Wände und feste Gegenstände durchdringen können. Besondere Vorlieben haben sie für alte Gemäuer.

Eigenschaften

Es kommt jedoch auch vor, dass die Gespenster so etwas wie Gefühle und Wahrnehmung für ihre Außenwelt zeigen. Zu bestimmten Anlässen können sie eine Art von Gesicht, das meist eine erschreckende Fratze ist, in ihrem Körper erscheinen lassen. Anders, als es die Alchimisten behaupten, können sie also nicht völlig ohne Bewusstsein und Verstand sein. Häufig entwickeln Gekochte Gespenster eine Zuneigung zu Personen, die während ihres Kochprozesses anwesend waren, obwohl sie dabei eher auf freundliche Personen reagieren. Den Charakter und die Ausstrahlung einer Person können Gekochte Gespenster also scheinbar wahrnehmen und auch beurteilen.[1] Das Leid anderer Daseinsformen können Gekochte Gespenster wohl ebenso wenig ertragen wie andere Personen auch. Selbst für entzündete Schmerzenskerzen empfinden sie eine Art Mitleid und versuchen reale Personen auf Leid aufmerksam zu machen, das diese ändern können.[2]

Das Kochen von Gespenstern ist ein beliebter Trick, um junge Leute für die Alchimie zu begeistern. Dies ist auch der Grund, weshalb der Schrecksenmeister ein solches Gespenst für die Kratze Echo kochte, denn dies tat er nicht nur, um ihn zu bespaßen. Das daraus resultierende Gespenst war neben dem Schuhu Echos einziger Freund in der Burg des Schrecksenmeisters.[3]

Herstellung

Alchimistischer Kessel

Ein gewöhnlicher alchimistischer Kupferkessel, in dem ein Gespenst gekocht werden kann

Um ein Gespenst kochen zu können, muss eine Gespensterbrause angesetzt werden. Ist diese heiß genug, kann der Prozess beginnen. Ein einfaches Gespenst erschafft man durch das Aufkochen zweier Fettkugeln. Eine davon muss Totengas, die andere ein Stück Nebelqualle enthalten. Wessen Totengas, ist dabei unwichtig. Sobald sich die Probe der Nebelqualle im Kessel befindet, kann sich diese nur auflösen, indem man Musik mit jedem beliebigen Instrument spielt - außer einer Trompaune. Hinzu kommt nur noch eine Prise getrockneter Kot von Zeitschnecken. Nach einiger Wartezeit entsteht von selbst ein Gespenst, das sich schließlich vom Kessel löst und ab dann frei umherschwebt. Eißpins Formulierung "Totengas und Nebelqualle. Mehr brauchen wir nicht. Es wird ein einfaches Gespenst." suggeriert, dass es auch möglich ist, komplexere Gekochte Gespenster mit dementsprechend mehr Zutaten und eventuell auch Fähigkeiten zu kreieren.[4] Bekannt ist tatsächlich, dass mit mehreren Fettkugeln auch mehrere Gespenster in einem Topf erzeugt werden können.

Beschwörungsformel

Beschwörungsformel

Die ersten Verse der Beschwörungsformel

Um die Wartezeit zwischen dem Hinzufügen der Zutaten und dem endgültigen Entstehen eines Gespenstes zu überbrücken, wird traditionell eine Beschwörungsformel aufgesagt, die angeblich jedoch ohne Wirkung ist. Als Echo diese Beschwörungsformel aus einem Gefühl heraus erneut in Teilen rezitiert, nimmt er damit rein akustisch Einfluss auf ein vollkommen anderes alchimistisches Gebräu. Aus allen darin enthaltenen Fettkugeln entwickeln sich Gekochte Gespenster, die offensichtlich sehr wohl ins Diesseits eingreifen können und das auch tun. Sie erwecken Mumien wieder zum Leben und kehren, ebenfalls ungewöhnlich für Gekochte Gespenster, zurück in den Topf, aus dem sie kamen.[5] Wie sinnvoll oder inhaltsvoll die Beschwörungsformel also ist, lässt sich leicht erkennen. Ebenso, dass es sich dabei auf keinen Fall nur um "alten Hokuspokus" handelt, den man nur noch aufsagt, weil er einem gefällt.


Quellenangaben

  1. Der Schrecksenmeister , Wie man ein Gespenst kocht, S. 78f.
  2. Der Schrecksenmeister , Schrecksenkunde, S. 162ff.
  3. Der Schrecksenmeister , Das Hemd, S. 85f.
  4. Der Schrecksenmeister , Wie man ein Gespenst kocht, S. 74-78.
  5. Der Schrecksenmeister , Aufschub, S. 340-345.

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