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Grinzold der Spalter war ein Dämonenkrieger, der nach seinem Tod zermahlen in ein Schwert eingeschmiedet wurde und so auf immer mit dem Stollentroll Löwenzahn verbunden ist.


AllgemeinesBearbeiten

Grinzold war "abgrundtief hässlich, blutdürstig, voller Hass, grundlos gemein und vollständig ehrlich". Er hatte nur zwei Ziele in seinem Leben: Töten und dann wenn es soweit war von jemandem beim Töten getötet zu werden. Beide Ziele erreichte er hervorragend, allerdings ahnte er nicht was ihn danach erwarten sollte.

Ehrgeiz kannte Grinzold nicht, denn er wollte niemandem gefallen. Ihm gefiel außer dem Töten auch nichts und hatte also keinen Sinn für andere Aspekte des Lebens. Damit erfüllte er perfekt die Voraussetzungen zum Dämonenkrieger.[1]

Während seines Lebens lernte er einiges. Beispielsweise Sprechen, dann viele Kampflieder darunter sein Lieblingsschlachtlied, das Blutlied und außerdem Schwimmen. Was er als blutrünstiger Krieger natürlich nicht lernte waren grundlegende Dinge wie Lesen und Schreiben. Dafür erwarb er sich in der Armee einen Axtschein. Auch schien er sich nicht sonderlich für andere Daseinsformen zu interessieren, außer wenn er sie töten konnte. So wusste er bei der ersten Begegnung mit Rumo nicht was ein Wolpertinger ist, aber sehr wohl was ein Mineramäleon oder ein Beißwurm ist und mit einem Krieger anstellen kann.


Frühe Kindheit in GralsundBearbeiten

Gleich nach seiner Geburt warfen Grinzolds Eltern ihn weg. Unter Dämonen ein Akt der Zuneigung, denn sonst hätten sie ihn selbst getötet. Grinzolds Kindheit begann also in Gralsund. In einer Mäuseschlachterei für Ornische Pinkelmäuse. Genauer gesagt in deren Hinterhof in einer Mülltonne, in der die Skelette der geschlachteten Mäuse gesammelt und dann jeden Monat entsorgt wurden. In diesem ersten Monat seines Lebens musste sich Grinzold gleich seines Lebens erwehren, denn Kannibalenmäuse, die sich von den Resten ihrer Artgenossen ernährten, bevölkerten die Tonne. Grinzold hatte bereits zu Geburt kräftige Hände und scharfe Klauen. Er erwürgte jede Maus die ihn bedrohte, biss deren Kopf ab und trank anschließend ihr Blut.

Bei diesen frühen Kämpfen um sein Leben verlor er bereits ein Ohr und zwei Zehen. Bereits nach vier Wochen war er stark genug um selbstständig aus der Tonne zu klettern und sein weiteres Leben zu beginnen.[2]


JugendBearbeiten

Nun schlug sich Grinzold durch die Stadt, die Kanalisation und verbrachte sein Leben nur damit umherzuziehen und kleinere Tiere von Ratten bis Hunden zu töten und zu verspeisen. Er durchquerte auch einmal den ganzen Kontinent von Gralsund bis zum Großen Wald. Er lebte in vielen Wäldern, aber im Großen Wald  lebte ein halbes Jahr lang und war er dank der Waldspinnenhexe gezwungen sich fast ausschließlich von Hexenhutpilzen zu ernähren. Einen Monat lang sah er nur in schwarzweiß und dachte nur noch rückwärts.

Nach fünf Jahren umherziehen ließ er sich schließlich in einer Höhle in der Dämonenklamm nieder. Drei weitere Jahre verbrachte er dort damit von Bergziege bis Wanderer alles zu überfallen was ihm über den Weg lief. Nach seinem achten Geburtstag war er endlich ausgewachsen. Das heißt über zwei Meter groß und auf der Suche nach Krieg.[3]


Leben als DämonenkriegerBearbeiten

Er schloss sich einer Räubergruppe von anderen Dämonen an, tötete am nächsten Tag ihren Anführer und wurde selbst das Oberhaupt der Gruppe. Sie waren stark genug Bauernhöfe und Reisegruppen zu plündern. Dann schlossen sie sich einem Dämonenstamm an und überfielen ganze Dörfer.

In diesem Dämonenstamm lernte Grinzold zu sprechen. Das hatte einen einfachen Grund: Er sollte die Befehle verstehen die ihm gegeben wurden und eventuell selbst welche geben.

Als der Stamm auf eine Dämonenarmee traf gab es die Wahl zwischen gepfählt werden und beitreten. Die meisten entschieden sich für Letzteres, darunter auch Grinzold. Nun konnte er hemmungslos seiner Leidenschaft nachgehen, denn diese Dämonenarmee überfiel Städte und Festungen sie verwüstete ganze Landstriche. Grinzold entwickelte seine Vorliebe, seine Gegner mit einem Schwerthieb vertikal in zwei Hälften zu spalten, weshalb man ihn dann Grinzold den Spalter nannte.

Drei Jahre lang kämpfte die Dämonenarmee in den Berglabyrinthen von Midgard. Die Höhlenkriege von Midgard waren Krieg untertage und nicht nur gegen den Feind, sondern auch gegen Wesen die laut Grinzold "eigentlich verboten sein sollten". Beißwürmer, fleischfressende Pilze, im Gestein lebende Riesenoktopusse, Mineramäleons und noch viele andere Dinge wie Spinnenfluten überlebte Grinzold in den Bergen nur um dann zusammen mit seiner Armee weiter zu ziehen und neuen Krieg zu suchen.

Und sie fanden ihn. Die Wüstenkriege, vermutlich in der Süßen Wüste, die Schlacht vom Unkensumpf und selbst einen mittleren Vulkanausbruch erlebte Grinzold in seiner Zeit als Dämonenkrieger. Er hatte schließlich den Rang "Fußsoldat, Pionier, Schwertkämpfer erster Kategorie mit Axtschein" erreicht.[4]


Grinzolds TodBearbeiten

Die Dämonen kämpften auch gegen eine übermächtige Yetiarmee und das ganze in einem Schneesturm, der Eis und Hagel umherblies. Grinzold tötete an diesem Tag so viele Feinde wie nie zuvor und erst als der Sturm sich lichtete traf er auf einen Gegner der ihm gewachsen war. Storr der Schnitter köpfte Grinzold. Dieser starb erfüllt und bedankte sich noch sterbend bei Storr.[5]


Zweites Leben als SchwertBearbeiten

Nach der Vorstellung der Dämonen hätte er nun nach Untenwelt kommen müssen und dort Wein, vermischt mit Blut aus Totenköpfen trinken können. Allerdings wurde sein eigener Kopf zusammen mit denen der anderen Toten eingesammelt und landete nach vielen Umwegen in einer Schmiede für Dämonenschwerter.

Die Überreste seines Gehirns wurden zusammen mit denen eines Stollentrolls namens Löwenzahn in ein Schwert eingeschmiedet. Während sich Löwenzahn immer seiner Lage bewusst war, befand sich Grinzold in einer Art Schlaf. Nach hunderten von Jahren war Grinzold in diesem sehr kurzgeratenen Schwert in das Waffenzelt, des Wolpertinger Jahrmarkts geraten. Dort lag es vergeblich 25 Jahre und erst Rumo von Zamonien konnte sich von Löwenzahn bequatschen lassen dieses Schwert als Waffe fürs Leben zu erwählen.[6]

Erst nachdem Rumo damit das erste Blut, das einer Nurne, vergossen hatte erwachte Grinzold und war anfangs sehr verwirrt nicht in Untenwelt, sondern nun unsterblich zu sein.[7] Es dauerte einige Zeit bis er sich mit der Situation, die er sich von Löwenzahn erklären ließ, abfinden konnte, doch immer wieder gab Grinzold seine Meinung zu von ihm verachteten Tätigkeiten wie Schnitzen ab und schlug immer wieder vor doch etwas sinnloses Gewalttätiges zu tun und Unschuldige zu ermorden.[8] Die anderen beiden überhörten derartige Kommentare und Anweisungen meist, was schließlich, als es Grinzold mit einer Bitte sehr dringlich war, zum Zwist zwischen ihnen führte.


Achtung Spoilergefahr!


UntenweltBearbeiten

Denn in Untenwelt begegneten die drei Storr dem Schnitter. Als Grinzold erkannte, dass er sein Mörder war, bat er Rumo darum Storr zu töten und ihn zu rächen. Als Rumo, der sich Storrs Hilfe erzwang, sich weigerte ihn zu töten war Grinzold beleidigt und schwieg für sehr lange.[9]

Im entscheidenden Moment rauften sich die drei dennoch zusammen und Grinzold rettete sie indem er Rumo das Schwimmen beibrachte. Löwenzahn gesteht schließlich sogar, dass er Grinzold und seine Art vermisst hat.[10]

Schließlich in der Schlacht von Hel erweist sich Grinzold als ungeheuer hilfreich, denn er ist natürlich sehr versiert in der Kampfkunst.[11] Dank seiner Ratschläge und Anweisungen im Kampf gelingt es Rumo schließlich General Ticktack nahe zu kommen und auch in dessen Inneren und danach ist Grinzold eine wertvolle Hilfe.[12]

Es kommt nach einigen Abenteuern zum dritten Zusammentreffen mit Storr, das Grinzold jedoch anfangs wie folgt kommentiert: "Du hättest Storr umlegen sollen, als es noch ging. [...] Wir brauchen ihn noch. Er muss uns durch Untenwelt führen. Erst anschließend töten wir ihn." Doch auch dazu sollte es nicht kommen. Storr opferte sich für die Wolpertinger und selbst Grinzold war beeindruckt.[13]


WeiteresBearbeiten

Sein weiteres Leben führte Grinzold wohl in Begleitung von Rumo und ging mit ihm wohl auch nach Atlantis und dann weiter auf den Planeten der Unsichtbaren Leute.

Obwohl Grinzold unbarmherzig, brutal und gewalttätig ist, lässt er sich in verschiedenen Situationen doch zu herzlicheren Regungen hinreißen. Er hilft Rumo das Schwimmen zu lernen, unterhält sich interessiert mit Löwenzahn über unterirdische Gefahren, entwickelt einen gewissen  Respekt für Storr und scheint schlussendlich doch ein wenig von Romantik zu verstehen als er die Schatulle und deren Wirkung am Ende der Geschichte unerwartet würdigt.


QuellenangabenBearbeiten

  1. Rumo & Die Wunder im DunkelnErstes Buch: ObenweltV. Grinzold und Löwenzahn , Die Geschichte von Grinzold, dem Dämonenkrieger, S. 362.
  2. Rumo & Die Wunder im DunkelnErstes Buch: ObenweltV. Grinzold und Löwenzahn , Die Geschichte von Grinzold, dem Dämonenkrieger, S. 362f.
  3. Rumo & Die Wunder im DunkelnErstes Buch: ObenweltV. Grinzold und Löwenzahn , Die Geschichte von Grinzold, dem Dämonenkrieger, S. 363.
  4. Rumo & Die Wunder im DunkelnErstes Buch: ObenweltV. Grinzold und Löwenzahn , Die Geschichte von Grinzold, dem Dämonenkrieger, S. 363f.
  5. Rumo & Die Wunder im DunkelnErstes Buch: ObenweltV. Grinzold und Löwenzahn , Die Geschichte von Grinzold, dem Dämonenkrieger, S. 364.
  6. Rumo & Die Wunder im DunkelnErstes Buch: ObenweltV. Grinzold und Löwenzahn , Das Schwert, S. 309-313.
  7. Rumo & Die Wunder im DunkelnErstes Buch: ObenweltV. Grinzold und Löwenzahn , Der Nurnenwald, S. 360f.
  8. Rumo & Die Wunder im DunkelnErstes Buch: ObenweltV. Grinzold und Löwenzahn , Drei Freunde fürs Leben, S. 365-369.
  9. Rumo & Die Wunder im DunkelnZweites Buch: UntenweltI. Storr der Schnitter , Der tote Yeti, S. 405f.
  10. Rumo & Die Wunder im DunkelnZweites Buch: UntenweltII. Hel , Die Frostfratten, S. 457f, S. 460.
  11. Rumo & Die Wunder im DunkelnZweites Buch: UntenweltV. Das Theater der schönen Tode , Grinzolds Triumph, S. 604.
  12. Rumo & Die Wunder im DunkelnZweites Buch: UntenweltV. Das Theater der schönen Tode , Der Käfig, S. 643ff, S. 653.
  13. Rumo & Die Wunder im DunkelnZweites Buch: Untenwelt – VI. Die Rote Prophezeiung , Yelma, S. 666ff; Eine Geschichte aus vielen Geschichten, S. 674.

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