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Hel war die Haupt- und Regierungsstadt von Untenwelt und die Heimat der Hellinge.


AllgemeinesBearbeiten

Hel war die größte und auch einzige bekannte Stadt in Untenwelt. Von Hel aus beherrschte die Königsfamilie der Gaunabs ein unterirdisches Reich von Gängen, Höhlen, Grotten, vulkanischen Aufstiegen und Fallenstädten. Von dieser Stadt gingen viele Übel (Krankheiten etcetera) aus und hier wurde auch die endgültige Eroberung von Obenwelt geplant. Die Hellinge haben Hel gegründet, ausgebaut und vermutlich verloren.

Ob Hel nach den Hellingen benannt ist oder umgekehrt ist nicht bekannt.


HerrscherdynastieBearbeiten

Gaunab der Neunundneunzigste

Gaunab der Neunundneunzigste

Die Herrscher von Hel und Untenwelt waren die Gaunabs. Die Dynastie wurde begründet von Gaunab dem Ersten und endete erst mit Gaunab dem Neunundneunzigsten.

Die Stadt Hel wurde besonders im architektonischen Sinne von den Königen geprägt, ansonsten beschränkte sich der Wahnsinn der Herrscher jedoch auf die eigene Person. Die architektonischen Ausbrüche einiger Monarchen, wie zum Beispiel Gaunab dem Zweiundsechzigsten, führten zu leerstehenden Prachtbauten, die die Stadt durchsetzten und den größenwahnsinnigen Plänen der royalen Architekten meist nicht einmal genügten. Indirekt geht die kränkliche Archiktekturform und direkt einige Stadtbrände wohl auf das Konto der Königsfamilie.


Bevölkerung, Zuwanderung und SklavereiBearbeiten

Die Helsche Gesellschaftsstruktur unterteilte sich in drei Stände. Die Hellinge, als ursprüngliche Einwohner der Stadt, bildeten die oberste Kaste. Es folgten die zugewanderten Obenweltler und die unterste Kaste wurde von den Sklaven gebildet.

UrbevölkerungBearbeiten

Die ursprünglichen Bewohner von Hel waren die Hellinge. Zu ihrer Herkunft siehe den gleichnamigen Artikel. Die Bevölkerung der Stadt stieg dank der guten Umstände (Nahrung, Wohnraum etcetera) während der ersten Perioden schnell an und so wuchs auch die Stadt rasant.

Zuwanderung aus ObenweltBearbeiten

In der Dritten Periode wurden Expeditionen nach Obenwelt gewagt. Die Kundschafter wurden ihrerseits beobachtet und so folgten ihnen auf ihrem Weg zurück nach Hel einige Vertreter der grobschlächtigen Daseinsformen von Obenwelt. Blutschinken, Yetis, Rübenzähler, Schweinlinge und andere fanden den Weg in die Stadt und nach der Überwindung einiger sprachlicher Barrieren wurde mit den Verbrechern ein Abkommen geschlossen.

Von nun an lebte eine zweite Kaste in Hel. Die der zugewanderten Obenweltler. Sie standen zwar gesellschaftlich unter den Hellingen, aber veränderten die Stadt nachhaltig. (Siehe Wirtschaft und Kultur.) Es wanderten immer weiter Daseinsformen aus Obenwelt ein, um sich in Hel zu verstecken oder dort ihr Leben weiterzuführen.

Versklavte HomunkelBearbeiten

Muttersuppe

Die Muttersuppe, Geburtsort der Homunkel

In der Vierten Periode, als Folge der Vrahok-Kriege, wurde eine künstliche Daseinsform geschaffen. Die Homunkel. Geschlechtslose, alchimistische Wesen, die in der Muttersuppe erschaffen und dann zur Arbeit gezwungen wurden. Die Homunkel hatten keinerlei Rechte und es galt nicht einmal als Sachbeschädigung, einen Homunkel zu ermorden. Sie wurden ausgebeutet und bildeten schnell die größte und am meisten benachteiligte Schicht von Hel.

Sklaven aus Obenwelt - Die FallenstädteBearbeiten

Gaunab der Zweiundsechzigste erdachte das Konzept der Fallenstädte. In eigens dafür errichteten Städten wurden Obenweltler alle Jahrzehnte oder Jahrhunderte im Schlaf überrascht und nach Hel verschleppt. Dort wurden sie versklavt und meist im Theater der Schönen Tode getötet.


Gründung und weitere GeschichteBearbeiten

Hier wird nur die spezielle Geschichte der architektonischen und wirtschaftlichen Stadt behandelt. Zur Geschichte der Hellinge und Untenwelts siehe Die Dynastie der Gaunabs.

Die Geschichte der Stadt wird, wie auch die Geschichte der Gaunabs, in zehn Perioden eingeteilt, die aus je zehn Generationen der Gaunabfamilie bestehen.


Erste PeriodeBearbeiten

Gegründet wurde Hel von Gaunab dem Ersten. Mit Gewalt unterdrückte er die frühen Hellinge und schwang sich zu ihrem König auf. Er formte durch sein Beispiel die Gesellschaft der Hellinge und die Art und Weise der Regierung aller ihm folgenden Herrscher

Der Legende hat Gaunab der Erste Hel mit der Faust aus dem Stein geschlagen. Auch wird ihm nachgesagt, dass er Felsen mit dem Kopf spalten konnte. Gesichert ist, dass Hel ursprünglich nur ein System vieler kleinerer Höhlen war, die dann mit der Zeit ausgebaut wurden, sodass im Laufe der Jahre Hel von einer Ansammlung von Höhlen zu einer Großstadt heranwuchs.

Dritte PeriodeBearbeiten

Während der dritten Periode wuchs Hel durch die neuen Einwohner aus Obenwelt noch schneller und nun auch immer mehr in die Tiefe. Die Höhlen unter Hel wurden erweitert und immer weiter ausgebaut, bis sie endgültig die Helsche Kanalisation waren.

Auch wurde der Bergbau extrem vorangetrieben. In der Umgebung der Stadt wurden zahlreiche Erz-, Gold- und Diamantvorkommen entdeckt, die der Stadt einen zusätzlichen wirtschaftlichen Aufschwung verliehen und in Hel immer mehr Schmelzöfen und Waffenschmieden entstehen ließen.

Vierte PeriodeBearbeiten

Die vierte Periode war geprägt durch die Kämpfe der Hellinge gegen einfallende Vrahoks. Durch diese als Vrahok-Kriege bekannt gewordenen Schlachten kam es zur Geburt der Homunkel und dem Bau des Theaters der Schönen Tode.

Sechste PeriodeBearbeiten

Ein weiterer Einschnitt in der Geschichte Hels waren die Fallenstädte, die unter Gaunab dem Zweiundsechzigsten errichtet wurden. Immer weiter wuchs die Stadt und auch kulturell wurde immer mehr erreicht. Hels Blüte reichte von seinen Anfängen bis zum Ende der Sechsten Periode.

Hel entwickelte sich anfangs einfach nicht mehr weiter und danach folgte der Niedergang, erst langsam und dann immer schneller. Seuchen, Erdbeben und eine Insektenplage suchten die Stadt heim, doch die schiere Größe Hels machte es unmöglich, dass sie davon vernichtet wurde. Die Alchimisten fanden Gegenmittel und die zerstörten Häuser wurden neu errichtet.

Doch auch kulturell und gesellschaftlich ging es bergab. Das Theater der Schönen Tode verfiel zusehends und illegale Straßenkämpfe waren der Anfang vom Chaos in der Stadt.


Achtung Spoilergefahr!


Neunte PeriodeBearbeiten

Subkutane Todesschwadron

Die Subkutane Todesschwadron

Dank des königlichen Beraters Friftar kam es nicht zum Zusammenbruch der Stadt, sondern zu einer kurzfristigen erneuten Blüte, die auch eine neue Kunst, die des Tötens, hervorbrachte. Vermutlich wäre es mit Hel nun wieder weiter bergauf gegangen, doch nach dem Gefangenenaufstand brach auch die Subkutane Todesschwadron aus, die viele Opfer forderte, und es ist nicht wahrscheinlich, aber auch nicht bekannt, ob und wie die Stadt sich weiterentwickelte.


Wissenschaft und KulturBearbeiten

Wissenschaft und Kunst waren in Hel fast vollkommen in der Alchimie vereinigt. Die einzige andere, aber auch erste Kunst war die Architektur. Die dritte und letzte war das Töten.


Die Rote ProphezeiungBearbeiten

Hauptartikel: Die Rote Prophezeiung

Die Rote Prophezeiung beeinflusste am nachhaltigsten die Helsche Kultur, denn sie zwang ihr den Stempel der Alchimie auf. Die Prophezeiung wurde von dem Propheten und Alchimisten Yota Bem Taghd mit seinem eigenem Blut auf eine Lavasteinmauer im Zentrum Hels geschrieben. Die Prophezeiung versprach Hel eine positive Zukunft, falls die Alchimie in hohem Ansehen gehalten würde. Eine schreckliche Katastrophe sollte eintreten, falls sie nicht in Ehren gehalten würde. Deshalb war in Hel die Alchimie seit der Übersetzung der Roten Prophezeiung die vorherrschende Kunst, die die Architektur ablöste.


AlchimieBearbeiten

Dank der ersten neunzehn Vorhersagen der Roten Prophezeiung hatte die Alchimie in Hel ein hohes Ansehen, eine starke Ausbreitung, einen überdurchschnittlichen Wissensstand und damit auch großen Einfluss gewonnen. Alchimisten waren in Hel die einzigen Wissenschaftler und an diesem Berufsstand führte in Untenwelt kein Weg vorbei. Ob es um die Vrahoks, die Fallenstädte oder die Homunkel ging, immer waren die Alchimisten die Federführenden.

Die Alchimie unterdrückte alle anderen Wissenschaften und Künste (bis auf die anderen genannten) zwar, aber vereinte sie dadurch auch auf abenteuerliche Weise miteinander.


ArchitekturBearbeiten

Spätere Helsche Archiktektur

Ein Beispiel Helscher Architektur

Die Architektur war aufgrund des rasanten Wachstums der Stadt Hel die erste anerkannte Kunst. Bauarbeiter und Architekten hatten ein hohes Ansehen und die Kunst des Gebäudebaus erlebte wohl einige Blüten, bevor sie in ihrer Bedeutung von der Alchimie überholt und vom Gebaren der Gaunabs dominiert wurde.

Die Architektur Hels orientierte sich an der Befindlichkeit seiner Herrscher. Mit dem immerwährenden Verfall der Gaunabs änderten sich auch die Schönheitsvorgaben der Architektur. Seit der Fünften Periode existierte in der Helschen Architektur absichtlich keine Harmonie mehr. Sie wurde mit den Jahren immer hässlicher, kränklicher und geduckter. Es wurden zunehmend organische Materialien verwendet und auch die Beleuchtung der Stadt änderte sich. Es wurde nur schummriges, meist fahles Licht von Leuchtquallen verwendet oder rußige und rauchende Kohlepfannen, um alles noch ungesunder erscheinen zu lassen.


TötenBearbeiten

Zusätzlich zu den beiden Künsten des frühen Hels kam die dritte Kunst des Tötens. Diese wurde per Dekret von Friftar, mit Unterstützung des Königs, zur Kunst erhoben. Mit diesem Trick schaffte Friftar es, das drohende Chaos in der Stadt abzuwenden und alle Bevölkerungsschichten wieder im Theater der Schönen Tode zu versammeln.


SpracheBearbeiten

Die ursprüngliche Sprache in Hel wurde durch die Kontakte mit Obenwelt verdrängt und durch das Zamonische ersetzt. Kaum noch etwas scheint bekannt zu sein und nur die nun sonderlich erscheinende Namensgebung ermöglicht Schlüsse auf diese untergegangene Sprache.


WirtschaftBearbeiten

Seit dem regelmäßigen Kontakt mit dem verbrecherischen Teil von Obenwelt wurde Hel immer mehr zu einem Zentrum des Kriegshandwerks und der Waffenindustrie. Besonders die rege Nachfrage nach Waffen von zwielichtigen Obenweltlern förderte die Entwicklung der Waffentechnik und Schmiedekunst, sodass das Klingen der Hämmer auf Ambossen den täglichen Takt anzugeben schien.

Vor der Dritten Periode hatte Hel wohl kaum eine nennenswerte Wirtschaft, da es keine Handelspartner gab und Hel deswegen wahrscheinlich nur etwas mehr den Eigenbedarf produzierte.


SonstigesBearbeiten

Wichtige Bauwerke und EinrichtungenBearbeiten


SpekulationenBearbeiten

Ob Hel die einzige Stadt ist, in der Hellinge leben, ist unbekannt. Doch die Bezeichnung als "Haupt"stadt macht eigentlich klar, dass es andere Städte geben muss. Auch die Benennung einer anderen Höhle in Untenwelt als Klein-Hel lässt die Vermutung zu, dass dort eine kleinere Stadt existiert.

So ist es durchaus auch vorstellbar, dass die Subkutane Todesschwadron es nicht geschafft hat, die Hellinge vollständig auszulöschen, auch wenn die Bevölkerung von Hel vernichtet ist.

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