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Helmholm von Nebelheim ist ein gewöhnliches Leidener Männlein, das von Dr. Oztafan Kolibril in Nebelheim erweckt wurde und dort 29 Tage in seiner Flasche mit Nährflüssigkeit lebte.

Da Kolibril all seinen Leidener Männlein einen Namen gab, tat er es auch mit Helmholm, den er während seiner Studien am Nebelheimer Nebel verwendete.


Am zweiten Tag von Dr. Kolibrils Aufenthalt in Nebelheim erweckte er Helmholm. Helmholm entwickelte die Angewohnheit Kolibril beim Betreten des Leuchtturms mit Klopfen zu begrüßen.

Am fünften Tag gab Kolibril einen Teil der Nebelprobe in Helmholms Flasche. Helmholm versuchte vergeblich den Nebel in seiner Flasche zu fangen, der unbeständig umherglitt. Am zehnten Tag hatte der Nebel sich an den Korken der Flasche gesetzt und Helmholm ignorierte dessen Anwesenheit. Als Dr. Kolibril am zwölften Tag die Auragraphie begann, wurde Helmholm vor dem auragraphischen Licht derart erschreckt, dass er hintenüber in seine Nährflüssigkeit fiel.

Am sechzehnten Tag war Kolibril schon dermaßen psychisch zerrüttet, dass er sich Helmholms Flasche griff und sie so kippte, dass Helmholm nach hinten umfiel. Als er sich aufrappelte wiederholte Kolibril sein Vorgehen, sodass Helmholm nach vorne stürzte. Kolibril amüsierte sich darüber und begann die Flasche hin und her zu bewegen, dann tanzte er schüttelnd damit durch den Turm. Hemlholm klatsche gegen die Wände seiner Flasche bis er fast besinnungslos in seiner Nährflüssigkeit trieb und versuchte nicht darin zu ertrinken. Er erholte sich bis zum Abend. Die Nebelprobe hatte sich dank Kolibrils Raserei mit der Nährflüssigkeit vermischt.

Durch die Nährflüssigkeit nahm Helmholm den Nebel in sich auf und zeigte deshalb in den folgenden Tagen ein absonderliches Verhalten.

Am siebzehnten Tag hatte Helmholm sein sonstiges schwerfälliges Verhalten abgelegt und begann in hektischer Betriebsamkeit im Kreis zu waten und stimmlos vor sich hin zu brabbeln. Manchmal tobte er auch in seiner Nährflüssigkeit oder hämmerte stundenlang seinen Kopf gegen die Flaschenwand. Am zweiundzwanzigsten Tag fängt Helmholm damit an etwas aus seiner Nährflüssigkeit bauen zu wollen, die ihm natürlich durch die Finger rinnt. Dennoch versucht er es unermüdlich weiter.

Dr. Kolibril, dessen Geisteszustand immer bedenklicher wurde, vermutete in seinem Wahn, dass Helmholm die Auragraphie verwackelt und sich mit jemand anderem gegen ihn verschworen habe. Kolibril will während seiner Wahnphasen Helmholm unbedingt töten.

Am dreißigsten Tag stirbt Helmholm. Ob Kolibril ihn im Rausch ermordet hat oder ob die zerrüttende Nebelprobe in seiner Nährflüssigkeit ihn umgebracht hat ist unklar. Auch ein natürlicher Tod ist nicht auszuschließen, da Helmholm das durchschnittliche Alter eines Leidener Männleins, einen Monat, erreicht hatte.[1]


Quellenangaben

  1. Rumo & Die Wunder im DunkelnErstes Buch: ObenweltIV. Smeiks Weg , Das Tagebuch, S. 269-282.

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