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Laptantidel Latuda war ein berühmter und einflussreicher Literaturkritiker, der unter anderem für den Gralsunder Kulturkurier arbeitete und im Laufe seiner Karriere zu dessen Chefredakteur aufstieg.

Jugend

Laut Hildegunst von Mythenmetz war Latudas Vater ein blutschinkischer Scherenspüler der seine Familie aus der Mülltonne ernährte. Auch Latuda selbst schien keine große Zukunft zu haben, da er beim atlantischen Abitur mit einem "Unbelehrbar" in Zamonisch versagte.[1]

Diese Behauptungen sind aber mit großer Wahrscheinlichkeit nur haltlose Beleidigungen, da Mythenmetz erwiesenermaßen sehr schlecht mit Kritik umgehen kann[2] und auf diese missgünstige Weise auf die jahrhundertelange Kritk Latudas reagierte.

Gralsunder Kulturkurier

Tatsache ist, dass Latuda schließlich als Literaturkritiker hauptberuflich beim Gralsunder Kulturkurier arbeitete. Wahrscheinlich zeitgleich noch für andere große Zeitungen. Zum Anfang seiner Karriere lebte er mindestens eine kurze Zeit lang in Buchhaim und besserte dort sein Einkommen auf, indem er gegen Bezahlung vernichtende Verrisse schrieb. Seine Dienste bot er, wie viele seines Berufsstandes in Buchhaim, in der Giftigen Gasse an. Hier traf er auch zum ersten Mal mit Mythenmetz zusammen als dieser gerade einmal 77 Jahre alt war.

Die Begegnung mit Mythenmetz

Bücherjäger in der Giftigen Gasse

Die Giftige Gasse

Latuda bot Mythenmetz an, gegen Bezahlung einen Verriss über einen anderen Dichter zu schreiben. Mythenmetz war entsetzt darüber und entgegnete "Was maßt du Gossenkreatur dich an, die Arbeit ehrlicher Schriftsteller in den Dreck zu ziehen, aus dem du herkommst?" Damit war er der Feindschaft Latudas sicher. In seiner Selbstsicherheit gab Mythenmetz ihm auch seinen Namen, woraufhin Latuda schwor ihn seine gesamte Schriftstellerlaufbahn lang zu verfolgen.[3]

Kritiken gegen Mythenmetz

Zamonienkurier

Artikel über die Verleihung, darunter Latudas vernichtender Kommentar

Laptantidel Latuda sollte seine Drohung wahr machen. Kaum dass Hildegunst von Mythenmetz anfing, zu veröffentlichen, fing er an, vernichtende Verisse und Kritiken gegen jedes einzelne Werke des Schriftstellers zu verfassen. Da er mittlerweile zu einem sehr populären und einflussreichen Kritiker geworden war bestimmte er oft den Erfolg von Mythenmetz. Täglich erschien eine Kolumne im Gralsunder Kulturkurier in der Latuda die stilistischen Schnitzer seines Erzfeindes auseinandernahm. Jeder seiner Verrisse hatte bei Mythenmetz dramatische Auswirkungen. Weinkrämpfe, Tobsuchtsanfälle und Alkoholexzesse waren nach jeder Kritik die Folge. Doch bot Mythenmetz oft von selbst sehr viel Angriffsfläche zur berechtigten Kritik.[4]

Anlässlich der Buchhaimer Messe und der Tatsache, dass Mythenmetz den Preis für sein Gesamtwerk erhielt, bestand Latudas Kritik im Zamonienkurier nur aus einem Satz: "Dass ein Literaturpreis gelegentlich an den Falschen vergeben wird, ist nun ein­ mal die Ausnahme, welche die Regel bestätigt, aber diese Verleihung bestätigt leider nur, dass die Aus­nahme mittlerweile zur Regel geworden ist." Dieser dürfte als Kritk jedoch völlig ausreichend gewesen sein um die erwünschte Wirkung zu erzielen.[5]

Latuda schrieb sogar mindestens ein Buch über Mythenmetz in dem er alle Widersprüchen zwischen dessen Selbstdarstellung und den realen Gegebenheiten darstellte. "Der wohlgenährte Hungerkünstler - Der Widerspruch zwischen Dichtung und Realität in der Selbstdarstellung des Hildegunst von Mythenmetz"[6]

Der Einfluss Latudas war enorm. So brach der Verkauf von Mythenmetz' Roman "Das Monokel des Zyklopen" prompt ein, nachdem Latuda einen Verriss dieses Werks im Kulturkurier verfasst hatte.[7] "Jetzt dreht Mythenmetz wirklich durch!" war Latudas Schlagzeile im Kulturkurier zu dessen Mythemdichtung und traf damit vermutlich die Meinung aller Leser, die keine absoluten Mythenmetzverehrer waren.[8]

Die Feindschaft zwischen Latuda und Mythenmetz ging so weit, dass der Schriftsteller in einem der Juroren für den Goldenen Hutzenheimer Reimschmiedehammer Latuda mit einem falschen Backenbart erkannt haben wollte. Da dieser Preis Mythenmetz nicht verliehen worden war vermutete er reflexartig Latuda dahinter, was angesichts der Geschichte der beiden auch nicht ausgeschlossen werden kann.[9]

Mit seinem Feldzug der (oft berechtigten) Kritik gegen Mythenmetz, schuf sich Laptantidel Latuda jedoch eine Menge Feinde unter den Mythenmetzverehrern, was ihn, nach einem Gegenschlag von Mythenmetz, in den Ruin treiben sollte.

Niedergang und Tod

Laptantidel Latudas Niedergang wurde hervorgerufen, als Hildegunst von Mythenmetz das Buch Ensel und Krete auf den Markt brachte. Seine dort erfundene "Technik" der Mythenmetzschen Abschweifung nutze er ausführlich um über Latuda herzuziehen und ihn ungeniert zu beleidigen. Mythenmetz' Anhänger fühlten sich dadurch immer mehr aufgefordert Latuda auf offener Straße zu bepöbeln und anzufeinden. Latuda hielt dem Druck nicht stand, zog sich als Chefredakteur, sowie Kritiker des Gralsunder Kulturkuriers zurück und verfiel der Trunksucht. Er arbeitete noch einige Jahre in einer Fellkämmerei in Buchting als Scherenspüler, wo er schließlich bei einem nicht näher bekannten Arbeitsunfall in einem Berg aus Yeti-Haaren erstickte.[10]

Weiteres

Laptantidel Latudas Daseinsform ist unbekannt, allerdings muss es eine sehr langlebige gewesen sein. Denn als Mythenmetz ihm mit 77 zum ersten Mal begegnet ist er schon etablierter Kritiker und führt seine Feindschaft mit Mythenmetz weiter. Sogar bis dieser an seinem 500sten Geburtstag auf den Bloxberg steigt, 99 Jahre später wiederkehrt und dann schließlich seinen Roman Ensel und Krete veröffentlicht. So wird Latuda mindestens 600 Jahre alt geworden sein.


Quellenangaben

  1. Ensel und Krete, I. Bauming , S. 88.
  2. Ensel und Krete, Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg , Das Nattifftoffenhaus, S. 239.
  3. Die Stadt der Träumenden Bücher , 11. Vom Schreckenshaus zum Schrecksenhaus, S. 89.
  4. Ensel und Krete, Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg , Das Nattifftoffenhaus, S. 239.
  5. Zamonienkurier, S. 1.
  6. Ensel und Krete, Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg , Das Nattifftoffenhaus, S. 238.
  7. Ensel und Krete, I. Bauming , S. 88.
  8. Ensel und Krete, Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg , Die Sinnkrise, S. 247.
  9. Ensel und Krete, I. Bauming , S. 87.
  10. Ensel und Krete, III. Das Haus , S. 201.

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