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Rolv vom Wald ist ein Wolpertinger mit terrierhafter Erscheinung und einer der besten Kämpfer der Stadt Wolperting. Er ist ein hervorragender Messerwerfer und der Zwillingsbruder von Rala vom Wald.


Welpenzeit im Großen WaldBearbeiten

Rolvs und Ralas Eltern waren wilde Wolpertinger, die ihre Kinder im Großen Wald aussetzten. Dort wurde das Zwillingspaar von einem Jäger eingefangen. Eines Tages kam der Jäger bei einem blutschinkischen Schnapspanscher namens Nidhug vorbei. Für zwei Flaschen selbstgebrannten Fusel verkaufte er ihm die Wolpertingerwelpen. Nidhug, der ständig betrunken war, erkannte sie nicht als Wolpertinger und glaubte, zwei wilde Hunde gekauft zu haben. Rolv wollte er zu seinem Wachhund abrichten und um ihm Respekt beizubringen, prügelte Nidhug Rolvs Zwillingsschwester vor dessen Augen zu Tode.

Nidhug sperrte Rolv in einen Lattenkäfig, der im Freien stand, und gab dem Welpen wenig zu Essen. Jedes Wetter musste Rolv in seinem Käfig ertragen und an jedem Tag mit gutem Wetter kam Nidhug und verprügelte ihn mit einem Lederriemen. Rolv trug zahlreiche Narben und Wunden davon. Auch eine Kerbe im Ohr, die von der Schnalle des Gürtels stammte, mit dem Nidhug ihn geschlagen hatte.

Als Rolv in die Wachstumsphase kam, kettete Nidhug ihn in seiner Scheune an, weil er langsam Angst vor seinem Wachhund bekam. Nun war Rolv zwar nicht mehr Regen, Wind und Schnee, aber dafür jeden Tag Nidhug ausgesetzt. Instinktiv schärfte Rolv seine Zähne an dem Holz, an dem seine Kette befestigt war. Durch das tägliche Beißen auf dem Holz wurde dieses brüchig und die Verankerung von Rolvs Kette löste sich. Er hatte nicht beabsichtigt, sich zu befreien, und blieb still in der Scheune liegen, denn er war es gewöhnt, geschlagen zu werden und nie selbst etwas zu unternehmen.

Am Abend des Tages kam Nidhug wie üblich in die Scheune, um Rolv zu verprügeln. Rolv sah eine grellweiße Feuerwand und plötzlich war Nidhug in Stücke gerissen und er selbst völlig mit Blut bedeckt.


Das Weiße FeuerBearbeiten

Rolvs besondere Fähigkeit ist das sog. "Weiße Feuer". Sobald er in Gefahr ist, steigt in ihm das Weiße Feuer auf, das ihm selbst für einen Wolpertinger ungeahnte Kräfte verleiht. Rolv sieht eine Feuerwand vor sich und wenn er es will, geht er hindurch. Er verfällt dann in einen mörderischen Rausch, während dem er schneller, wendiger und stärker ist als alle seine Gegner. Es erscheint so, als wäre er an mehreren Stellen gleichzeitig. Dieser Rausch kann jedoch auch für freundlich gesinnte Personen gefährlich werden. Besonders zu Anfang gelang es ihm nicht, das Weiße Feuer zu bändigen und nicht jeden Gegner zu töten.

Das erste Mal sah Rolv das Weiße Feuer, als er sich von Nidhug bedroht sah, aber frei war, sich zu wehren. Er riss Nidhug wortwörtlich in Stücke.


Bruder und SchwesterBearbeiten

Rala vom Wald.jpg

Rala, Rolvs Schwester

Rolv ging in den Wald und lebte dort, bis er eines Tages einen ihm fremden und gleichzeitig vertrauten Duft wahrnahm. Nach einem Pfeilbeschuss und langem Umschleichen erkannten er und seine Schwester einander. Zusammen lebten sie in den wilden Wäldern des Kontinents und arbeiteten auf einer Plantage, deren Arbeiter ihnen das Sprechen beibrachten. Zum Dank schützten die Geschwister die Plantage vor Banditen.

Nach der Ernte zogen sie weiter durch Zamonien und gelangten in den Süden, als Rolv seiner Schwester von seinem Silbernen Faden erzählte. Er machte Rala klar, dass es sein Lebensinhalt war, diesen Faden zu finden. Rolv führte seine Schwester nach Wolperting.


WolpertingBearbeiten

Ralas und Rolvs Haus.png

Rolvs und Ralas Haus

In Wolperting angekommen, meldeten sich die Geschwister beim Bürgermeister und zogen gemeinsam in ein kleines Haus in der Nähe der Wolper. Die beiden gingen in die Schule und endlich fand Rolv seinen Silbernen Faden.

Nadyenka aus den Nebeln war seine große Liebe. Sie fanden zusammen und verbrachten große Teile ihrer Freizeit zusammen, auch auf dem Wolpertinger Jahrmarkt.

In der Schule lernte Rolv auch seine besten Freunde Tsacko, Biala und Oleg kennen. Wie allen wurde ihm hier im Unterricht das Kämpfen beigebracht und er fand heraus, dass seine Talente besonders im Flugkampf, Springtreten und Messerwerfen liegen. Er war der beste Messerwerfer der Klasse und sollte seine Fähigkeiten später noch gut nutzen können.

Als Rumo von Zamonien auftauchte, begann Rolv seine Rivalität mit ihm. Gleich an Rumos erstem Schultag provozierte Rolv eine Schulhofschlägerei, die von Uschan DeLucca beendet wurde. Fast sechs Wochen später eskalierte die Spannung zwischen Rolv und Rumo. Rolv wollte ihre Streitigkeiten mit einem Kampf für immer klären. Er wartete in der Bleichen Gasse auf Rumo, der die Herausforderung annahm.

Es folgte ein Kampf, der als "Die Schlacht in der Bleichen Gasse" bekannt wurde. Nach stundenlangem Kämpfen wurde das Ergebnis schon offensichtlich und die Zuschauer, die sich eingefunden hatten, verließen den Kampfplatz. Doch erst als Rolv und Rumo im gegenseitigem Klammergriff eingeschlafen waren, endete der Kampf.

Am nächsten Tag hatte Rolv ein Veilchen und war ebenso erschöpft und zerschlagen wie Rumo. Von seinen Freunden gestützt, kam er humpelnd in die Schule, um nicht als Verlierer des Kampfes zu gelten. Doch auch Rumo schaffte es unter Mühen und von Urs gestützt in die Schule. Das Unentschieden zwischen den beiden Rivalen führte zwar zu gegenseitigem Respekt, doch bemühten sie sich statt der realen Kämpfe im Unterricht besser zu sein als der andere, um ihn wenigstens auf dem theoretischen Gebiet zu schlagen.

Als die Helsche Armee die Schwarze Kuppel öffnete und alle Wolpertinger betäubte und entführte, war auch Rolv darunter.


Achtung Spoilergefahr!


UntenweltBearbeiten

Alle Wolpertinger wurden durch Höhlen nach Hel, der Hauptstadt von Untenwelt, verschleppt. Dort wurden sie unterteilt in die jungen und kräftigen Wolpertinger und die Alten und Kranken. Zusammen mit den anderen starken Wolpertingern wurde Rolv in die Einzelzellen des Theaters der Schönen Tode gesperrt.


Das Theater der Schönen TodeBearbeiten

Als Rolv in seiner Zelle erwachte, wurde ihm klar, dass er sich an einem furchtbaren und lebensgefährlichen Ort befand. Doch das Schlimmste für ihn war, dass er nicht wusste, wo Rala war.

Er hatte vor, die erste Gelegenheit zu nutzen, den König als Geisel zu nehmen. Mit diesem Pfand wollte Rolv dann die Freilassung von Rala erzwingen. Bis er diese Gelegenheit bekäme, plante er alle seine Gegner zu besiegen.

Seinen ersten Kampf musste er gegen sechs Kämpfer zugleich bestehen. Er kalkulierte das Risiko und legte sich einen Plan zurecht, wie er seine Feinde ausschalten würde.

Der Klang und das FeuerBearbeiten

Doch plötzlich erklang in ihm die Vebindung zu Rala. Seine Schwester wurde soeben von General Ticktack gefoltert und das Antlitz der Furcht hätte Rala beinahe in den Wahnsinn getrieben. Als Rolv das spürte, überkam ihn das Weiße Feuer. Mit einem Schrei begann er seine Gegner, scheinbar gleichzeitig, mit Fontänen von Blut sterben zu lassen. Nachdem alle tot waren, war er noch im Weißen Feuer, aber es gab keine Opfer mehr, die er in seiner Raserei hätte töten können und langsam verging der tödliche Rausch.

Mit seiner "Aufführung" wurde er in Hel als der wahnsinnige Künstler des Todes bekannt. Friftar, der Intendant des Theaters, erkannte seinen Wert und ließ ihn schonen, damit er kräftig genug für den großen Dreikampf wäre.

Während seiner Gefangenschaft kaute Rolv wieder auf seiner Kette, wie zu Nidhugs Zeiten. In seiner Zelle erfuhr er durch seine besondere Verbindung zu ihr, dass Rala General Ticktack entkommen war und die Gefahr genießen konnte.


DreikampfBearbeiten

Friftar hatte geplant, die drei Stars unter den Wolpertingern gegeneinander antreten zu lassen und damit den Beginn der Auslöschung dieser Daseinsform zu beginnen.

Uschan DeLucca, Urs vom Schnee und natürlich Rolv wurden aus ihren Zellen geführt. Da er merkte, dass es ein besonderer Kampf war und er plante, diesmal den König endgültig in seine Gewalt zu bringen, bewaffnete sich Rolv mit drei Gürteln voller Messer und Wurfsterne.

Uschan erwies sich als noch besser als in Obenwelt. Befreit vom Wetter konnte er Rolv und Urs mühelos in Schach halten.


Die Schlacht von HelBearbeiten

Als Rumo und die anderen befreiten Wolpertinger in die Arena kamen, erfuhr Rolv von Rumo, dass Rala tot war. Er selbst hatte es nicht gespürt, da ihr Geist noch nicht vergangen war. Voller Rachegelüste begann Rolv die Königsloge zu erklettern, um den König zu ermorden. Oben angekommen musste er feststellen, dass der König geflohen war und sich nur noch die Elite der Untenweltarmee als Leibgarde dort befand. Wieder brannte das Weiße Feuer in Rolv und er tötete alle zwölf schneller und gnadenloser als je zuvor. Erst Urs konnte ihn aus seiner Raserei reißen.

Nun kämpfte Rolv zusammen mit den anderen gegen die Theaterwache, Söldner und Soldaten, die versuchten, die Flucht der Wolpertinger zu verhindern oder sie im Theater einzusperren. Als General Ticktack das Theater betrat und den Fechtlehrer getötet hatte, konzentrierte auch Rolv sich auf den Maschinenkrieger, der auch seine Schwester getötet hatte. Mit den anderen lenkte er General Ticktack ab, während Rumo, der in dessen Inneres gesprungen war, dabei war, ihm das Zamomin zu entfernen.


RalaBearbeiten

Nachdem General Ticktack besiegt und das Theater zerstört war, ging Rolv mit Rumo zum Turm des Generals, um dort die vermeintliche Leiche von Rala mitzunehmen. Doch fanden sie Rala lebendig vor. Wiederbelebt von Smeik und den Unvorhandenen Winzlingen. Rolv und Rala fielen sich in die Arme und gemeinsam verließen alle Wolpertinger Hel und Untenwelt.

BeziehungenBearbeiten

Die engste und bedeutendste Beziehung hat Rolv, trotz seines Silbernen Fadens, zu seiner Schwester Rala. Sein geschwisterliches Band lässt ihn ihre Stimmungen spüren und sie haben fast ihr gesamtes Leben zusammen durchgestanden.

Rolvs respektierter Rivale ist Rumo, der ihm immer ein ebenbürtiger Gegner ist und später auch sein Schwager.

Rolvs beste Freunde sind TsackoBiala und Oleg, die mit ihm die Schulbank drückten und in der Schlacht von Hel mitkämpften.

Seinen Silbernen Faden fand Rolv in der Wolpertingerin Nadyenka aus den Nebeln, die ihn wohl ebenso liebt wie er sie.

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