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Sandmänner, die: Von den unangenehmen Daseinsformen der Süßen Wüste sind die sogenannten Unterirdischen Sandmänner wahrscheinlich die unangenehmste. Für die Entstehung und Erweckung von Unterirdischen Sandmännern gibt es vier Voraussetzungen:

1. Denkender Treibsand. Die erste Voraussetzung ist Denkender Treibsand. Die größten Vorkommen von Denkendem Treibsand in Zamonien findet man in den umfangreichen Treibsandfeldern von Unbiskant und gewissen Bereichen der Süßen Wüste.

2. Leichen zweifelhafter Vergangenheit. Die zweite Voraussetzung ist, dass eine oder mehrere Personen von üblem Charakter in diesem Treibsand versinken und das Zeitliche segnen.

3. Austrocknung. Die dritte Voraussetzung ist, dass der Treibsand im Lauf der Jahrhunderte durch die extreme Hitze zu festem Sandboden verbackt und seine Denkfähigkeit von den in ihm ruhenden Gerippen aufgesogen wird.

4. Opfer. Die vierte Voraussetzung ist, dass eine oder mehrere Personen ihr Nachtlager über den im Sand lauernden Skeletten errichten.

Sind all diese Voraussetzungen erfüllt, kommt es zu jenem Phänomen, das die Gralsunder Dämonologie eine "Bösartige Erweckung" nennt. Ähnlich wie Zecken verbringen die Gerippe einen langen Zeitraum in einem tiefschlafähnlichen Zustand, um dann zu erwachen, sich an die Oberfläche zu wühlen und dort alles zu meucheln, was sich in ahnungslosem Schlummer befindet.[1]


Wie schon erwähnt, ist eine der Voraussetzungen zur Entstehung eines Sandmannes sein zweifelhafter Charakter. In den meisten Fällen sind es ehemalige Verbrecher, Wüstenpiraten oder Mörder, die vor dem Gesetz in die Einöde geflohen sind. Gepaart mit den negativen Eigenschaften des Treibsandes ergibt das eine Existenzform, die an Mordlust wenig zu wünschen übrig lässt.[2]


Es macht wenig Sinn, sich gegen Sandmänner zur Wehr zu setzen. Davon abgesehen, dass sie durch die verkrustete Sandschicht auf ihren Knochen über eine ausgezeichnete Imprägnierung [etwa gegen Feuer, Hieb- und Stichwaffen] verfügen, besitzen sie auch keine lebenswichtigen Organe mehr, die man verletzen könnte. Und selbst wenn man einen Sandmann töten könnte, würde ihm das nichts ausmachen - denn er ist ja schon tot. Wenn man eine Empfehlung geben müsste, wie man sich bei einer "Bösartigen Erweckung" verhalten soll, dann am besten die, sich klaglos in sein Schicksal zu ergeben.[3]


Quellenangaben

  1. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär(9. Mein Leben in der Süßen Wüste), Eine schlaflose Nacht, S. 292f.
  2. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär(9. Mein Leben in der Süßen Wüste), Eine „Bösartige“ Erweckung, S. 294.
  3. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär(9. Mein Leben in der Süßen Wüste), Eine „Bösartige Erweckung“, S. 295f.

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