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Namentlich bekannte Schrecksen
Schrecksen sind eine in ganz Zamonien verbreitete intelligente Daseinsform.

Aussehen/ErscheinungBearbeiten

Schrecksen gelten als sehr hässlich, ihr Aussehen ist dabei äußerst variabel. Die meisten bekannten Schrecksen haben eine annähernd reptilienhafte Form, die an ein humanoides Krokodil erinnert, übersäht mit Stacheln, Höckern, Warzen und herausstehenden Zähnen. Es gibt aber auch Schrecksen, die aus diesem Schema fallen. Merkmale wie äußere Ohren und Haare kommen vor, was bei normalen Reptilien nicht auftritt.

Sie haben einen charakteristischen Geruch, der als muffig, modrig und rauchig beschrieben wird. Diesen unterstreichen und modifizieren sie auch oft mit Kräuterparfums.

Viele Zamonier glauben noch heute das alte Gerücht, Schrecksen seien grundsätzlich weiblich.

AuftretenBearbeiten

Zusätzlich zu ihrem ohnehin schon auffälligen und oft abschreckenden Äußeren kleiden sich Schrecksen gerne exzentrisch und meist schwarz; sie tragen außerdem auffällige Hüte. Ihr Verhalten ist normalerweise ebenso auffällig, und der ihnen eigene Humor ist für Nicht-Schrecksen schwer zu verstehen. Sie haben von Natur aus eine spezielle Weltsicht, die als Schrecksistenzialismus beschrieben wird. Im neuen Buchhaim gibt es eine eigene Puppetismusströmung, die von Schrecksen praktiziert wird - den Schrecksistenzialistischen Puppetismus.

Lebensweise und FähigkeitenBearbeiten

Viele Schrecksen sind reisende Wahrsager und handeln mit Tränken und Elixieren (die meisten Schrecksen leben in der Tat nomadisch, wobei es Ausnahmen von dieser Regel gibt). Sie kennen zahlreiche Rezepte und sind mit Kräutern vertraut, auch solchen, die Kranken effektiv helfen können - ein Grund für ihre massive Unterdrückung durch den Schrecksenmeister in Sledwaya. Mit ihren Wahrsagekünsten treten sie auch auf Jahrmärkten auf, wie z.B. dem Wolpertinger Jahrmarkt. Ihre Zaubersprüche sind normalerweise in Reime gefasst, ihre Vorhersagen recht akkurat, aber oft verschlüsselt.

Schrecksen haben von Natur aus seherische Fähigkeiten, welche aber von Individuum zu Individuum unterschiedlich ausgeprägt sind. Diese Fähigkeiten können zu einem gewissen Grad trainiert und mit verschiedenen Methoden verfeinert werden. Auch können sich Schrecksen offiziell in der Gralsunder Schrecksenakademie zur Diplomschreckse ausbilden lassen (es gibt aber auch noch andere Lehrstätten für Schrecksen, z.B. in Großbuchhaim). Die professionell ausgeübten Schrecksenfähigkeiten nennt man Schrecksimismus. Eine bekannte von Schrecksen angewandte Technik ist unter anderem auch die Alptraumanalyse.

Schrecksen sind normalerweise sehr naturverbunden. Manche wohnen in Schrecksenhäusern, die intelligente, uralte Pflanzen sind. Sie schätzen Pflanzen und Tiere als gleichwertige Lebewesen. Tiere helfen ihnen auch bisweilen bei der Nachrichtenübermittlung, man spricht hier von Schrecksenpost.

Auch haben Schrecksen ihre eigene Sprache, das Urschrecksisch. Sie sprechen aber ansonsten auch Hochzamonisch.

Es ist eine Krankheit bekannt, die ausschließlich Schrecksen befällt: das Schrecksenfieber. Eine weitere Krankheit mit dem Namen der Daseinsform ist Schrecksenpest, allerdings ist unklar, ob es sich dabei um eine Schrecksenkrankheit handelt oder ob sie nur abergläubisch mit diesen in Verbindung gebracht wird.

Unterdrückung und VerfolgungBearbeiten

Wegen ihrer Fähigkeiten, ihres Verhaltens und ihrer äußeren Erscheinung hatten und haben Schrecksen mit aggressiver Verfolgung und Unterdrückung durch andere Zamonier zu kämpfen. Die schlimmste Zeit für sie war die der Schrecksenverbrennung. Aus dieser Zeit stammt auch der "Schrecksenhammer". Unzählige Gesetze und Erlasse schränkten das Leben der Schrecksen ein und bedrohten ihre Existenz.

Schrecksenmeister kontrollieren teilweise noch heute das Schrecksenvolk und sind berechtigt, die sinnlosesten Gesetze zu erlassen, um den Schrecksen selbst das alltägliche, normale Leben so schwer wie möglich zu machen, sie zu erniedrigen und zu vertreiben. Das ist ein weiterer Grund, wieso viele Schrecksen nomadisch leben.

Ansichten über SchrecksenBearbeiten

Schrecksen werden in der zamonischen Gesellschaft mit vielen unangenehmen Dingen in Verbindung gebracht. Viele abergläubische Ansichten über sie sind heute noch nicht ausgestorben. Das vorherrschende negative Bild zeigt sich auch in Redensarten wie "Das kann ich jetzt so gut brauchen wie eine Schreckse im Bett". Auch sollen sie Auslöser von Krankheiten sein, andere Daseinsformen verhexen, quälen und töten. Diese Vorurteile stammen vermutlich aus dem Zamonischen Mittelalter.

Schon allein das Aussehen, der Geruch und die Art der Schrecksen gelten bei vielen Zamoniern als gewöhnungsbedürftig bis abschreckend, selbst wenn die Schrecksen sich weder aggressiv noch ernsthaft bedrohlich verhalten. Kindern wird oft eine Angst vor Schrecksen eingeredet, bevor sie sich überhaupt eine eigene Meinung bilden können. In Märchen sind Schrecksen oft böse Gestalten (entsprechend bösen Hexen und Hexern, die Kinder töten und schlimme Zauber aussprechen). So hat auch Hildegunst von Mythenmetz Schrecksen zunächst als Schreckgestalten in Geschichten kennengelernt.

"Schrecksendreck" und "Schreckseneiter" sind zwei weitere unangenehme Wörter in Verbindung mit Schrecksen. Letzteres ist allerdings wahrscheinlich ein Duftstoff, den Schrecksen natürlicherweise absondern, da Eißpin diesen als flüchtige Substanz in seinem Fettkeller aufbewahrt.

Bekannte SchrecksenBearbeiten

WeiteresBearbeiten

  • Druiden und Schrecksen haben einige ähnliche Eigenschaften, jedoch sind Schrecksen keine Druiden, trotzdem spricht Mythenmetz in Ensel und Krete von Druidenschrecksen. Ob er eine der beiden Daseinsformen mit der anderen verwechselt oder ob es eine "Mischung" zwischen beiden gibt, ob es eine reine Namenszufälligkeit ist oder aber es sich um eine völlig andere Daseinsform handelt, ist nicht bekannt.[1]
  • Schrecksen können vermutlich sehr alt werden (mehrere hundert Jahre mindestens).
  • Möglicherweise findet oder fand auf dem Bloxberg einmal pro Jahr ein großes Schrecksentreffen statt.
  • Schrecksen scheinen durch ihre Natur und die Art, wie sie behandelt werden, sowohl Hexen (offensichtlich) als auch fahrendes Volk wie Sinti und Roma ("Zigeuner") und (historische) Juden in sich zu vereinen. Die Ausgrenzung und gesellschaftliche Benachteiligung dieser Daseinsform machen dies ebenso deutlich wie deren nomadische Natur.


QuellenangabenBearbeiten

  1. Ensel und Krete, II. Der Große Wald , S. 112f.

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