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Urs vom Schnee war ein Wolpertinger und der Stadtfreund von Rumo von Zamonien. Er war zu der Zeit als Rumo in Wolperting ankam, vermutlich der beste Koch und nach Uschan DeLucca der zweitbeste Fechter von Wolperting.

Welpenzeit bei Koram MarokBearbeiten

Urs wuchs bei dem Hundling Koram Marok auf, der ihn als einen halb erfrorenen Wolpertingerwelpen in den Wäldern von Nordend gefunden hatte. Koram hoffte, dass aus Urs ein tüchtiger Wachhund werden würde. Als Urs in die Wachstumsphase kam, brachte Koram ihm das Sprechen bei und behandelte ihn, als wäre er sein eigener Sohn.
Sobald Urs groß genug war, kümmerte er sich in Koram Maroks Haushalt um das Kochen und entdeckte, dass er ein besonderes Talent dafür besaß.

Der beste Duellist von NordendBearbeiten

Koram verdiente sein Geld als Duellist, der anderer Leute Streitigkeiten ausfocht, sodass Urs ständig fürchten musste, dass sein Ziehvater nicht lebendig von seiner Arbeit zurückkam. So bat Urs Koram, ihm das Fechten beizubringen - angeblich zur Selbstverteidigung. Bald konnte Urs besser fechten als Koram, doch das ließ er ihn nicht merken.
Als Koram eines Tages gegen einen besonders gefürchteten Kämpfer antreten sollte, schlug Urs ihn mit einer Kohlenschaufel bewusstlos und ging an seiner Stelle zum Duell. Er besiegte seinen Kontrahenten und erzählte Koram Marok, der sich an nichts erinnern konnte, dass Koram selbst den Gegner bezwungen hätte. Mit seinem Sieg hatte Urs aber andere Duellisten angelockt, sodass er sich nicht anders zu helfen wusste, als Koram auch weiterhin niederzuschlagen und zu vertreten. Er gewann jedes Mal, allerdings hat er nie einen seiner Gegner getötet.
Dies ging so lange gut, bis Koram Urs auf die Schliche kam und diesmal dem Wolpertinger die Kohlenschaufel über den Schädel zog. Als Urs wieder zu sich kam, musste er feststellen, dass sein Ziehvater von einem Duellisten getötet worden war, der sich Evel der Vielarmige nannte. In seiner Trauer zog Urs durch ganz Zamonien, um Evel zu finden und zu töten. Doch dieser war wie vom Erdboden verschluckt, und Urs entwickelte in dieser Zeit eine starke Abneigung gegen Waffen.

Der beste Fechter von WolpertingBearbeiten

Schließlich wurde Urs durch den Silbernen Faden nach Wolperting geführt. Den anderen Wolpertingern war Urs' Begabung zum Fechten schnell aufgefallen. Man bot ihm an, die Fechtschule zu leiten, doch er lehnte ab. Dennoch gab Urs ein paar Jahre lang hin und wieder Fechtunterricht. Als Uschan DeLucca in der Stadt auftauchte, war Urs heilfroh, dass sich nun ein besserer Fechtlehrer gefunden hatte und er die Sache an den Nagel hängen konnte.

Stadtfreund und FechtlehrerBearbeiten

Rumo

Rumo von Zamonien

Als Rumo nach Zamonien kam, stand Urs gerade im Turm am Stadttor Wache und nahm den Neuankömmling in Empfang. Er wurde Rumos Stadtfreund, der ihn mit den Gebräuchen der Stadt und der Kultur der Wolpertinger vertraut machte. Zusammen mit Rumo und den Von-den-Quellen-Brüdern wohnte er in einem Fachwerkhaus in der Hothgasse.

Nachdem Urs Rumo seine Geschichte erzählt hatte, bat ihn Rumo um Fechtunterricht, damit er Uschan DeLucca eine Demütigung heimzahlen konnte. Urs ließ sich schließlich breitschlagen. Die nächsten Wochen über trainierten die beiden jeden Abend im Wald mit Holzschwertern, die Rumo geschnitzt hatte. Urs brachte Rumo Kampfhaltungen und Manöver bei, und damit erwies er Rumo einen echten Freundschaftsdienst, da er selbst das Fechten sowie Waffen im Allgemeinen nicht leiden konnte.

Achtung Spoilergefahr!


UntenweltBearbeiten

Urs hatte gehofft, einen ruhigen Abend für sich allein verbringen zu können. Als er wieder zu sich kam, fand er sich in einer dunklen Zelle. Seine Handgelenke hatte man mit langen Ketten gefesselt, sodass er die Zelle verlassen, aber nicht fliehen konnte. Wie Urs erst nach und nach erfuhr, hatte man alle Einwohner Wolpertings nach Hel verschleppt. Hier sollten sie in Gladiatorenkämpfen zur Belustigung der Hellinge und ihres irren Königs Gaunab antreten.

Die Kämpfe im TheaterBearbeiten

In den nächsten Tagen beobachtete Urs vom Rang der Gefangenen, wie einige Wolpertinger in den Kampf gegen andere Daseinsformen geschickt wurden. Er befürchtete, dass eines Tages Wolpertinger gegen Wolpertinger kämpfen müsste. Urs beschloss, lieber zu sterben, als an einer solchen Grausamkeit teilzunehmen.

Evel der VielarmigeBearbeiten

Als Urs selbst in die Arena geführt wurde, stand sein Entschluss fest, kampflos zu sterben. Er fragte seinen Gegner, einen riesenhaften Wildschweinling, nach seinem Namen, damit er ihn vor allen Leuten bitten konnte, ihn zu töten. Zu seiner Überraschung antwortete sein Gegner, er heiße Evel der Vielarmige. Da erkannte Urs, dass es sich hierbei um den Mörder seines Ziehvaters Koram Marok handelte. In dem darauffolgenden Kampf fügte Urs Evel zahlreiche Wunden zu, ohne selbst getroffen zu werden. Doch die Gnade eines schnellen Todes gewährte er seinem Gegner nicht. Nach mehreren Stunden stürzte sich Evel selbst in Urs' Schwert, um seiner Qual ein Ende zu bereiten.

DreikampfBearbeiten

In den darauffolgenden Tagen musste Urs in der Arena gegen Gladiatoren verschiedenster Daseinsformen antreten. Wenn er einen von ihnen töten musste, tröstete er sich damit, dass dieser Krieger keine Gefahr mehr für einen anderen Wolpertinger darstellen konnte.
Dadurch war Urs zu einem Favoriten des Theaters der Schönen Tode geworden, der in einem spektakulären Kampf gegen die beiden anderen Favoriten antreten sollte: Uschan DeLucca und Rolv vom Wald. Urs und Rolv taten sich gegen Uschan zusammen, doch auch zu zweit konnten sie nicht gegen den alten Fechtmeister ankommen.

Die BefreiungBearbeiten

Während des Dreikampfes gelang es Rumo, die anderen jungen Wolpertinger zu befreien und sie in die Arena zu führen. Es entbrannte ein heftiger Kampf zwischen den Wolpertingern und den Soldaten des Theaters, bei dem vor allem Urs, Rumo und Rolv viele der Soldaten töteten. General Ticktack, der oberste Wächter des Theaters, merkte, dass Urs für seine Männer eine besondere Bedrohung war, und versuchte ihn zu töten. Dies wäre ihm auch gelungen, wenn sich nicht Uschan DeLucca in den Weg gestellt hätte, um sich für Urs zu opfern.

Der RückwegBearbeiten

Nachdem das Theater der Schönen Tode zerstört war, geleiteten Storr der Schnitter und die anderen Yetis die Wolpertinger auf ihrem Weg durch Untenwelt. Zurück in Wolperting, bot Urs Ukobach, Ribesehl, Volzotan Smeik und Oztafan Kolibril an, mit in sein Haus zu kommen. Damit waren die vier die ersten Nicht-Wolpertinger, die die Stadt Wolperting betreten durften.

PersönlichkeitBearbeiten

Urs ist ein gemütlicher, ruhiger Wolpertinger, der nicht allzu viel Aufregung mag. Er hat meist gute Laune und redet wie ein Wasserfall, ohne sich darum zu kümmern, ob man ihm zuhört.
Zudem besitzt er eine gute Portion Selbstironie. Beispielsweise bezeichnet er sich Rumo gegenüber als "Experte in Sachen Mädchen", obwohl er in seinem Liebesleben kein Glück hatte.

FähigkeitenBearbeiten

FechtenBearbeiten

Urs hat eine natürliche Begabung zum Fechten. Doch seit dem Tod seines Ziehvaters Koram Marok sind ihm Waffen zuwider, und er hält Fechten für einen bösartigen Sport. Der Fechtunterricht in Wolperting langweilte ihn, und er war froh, als er sich nicht mehr damit beschäftigen musste. Dennoch ist er sicher, dass er - nach Uschan DeLucca - der zweitbeste Fechter von Wolperting geblieben ist, oder zumindest unter den besten fünf.
Auffällig ist, dass Urs fast ausschließlich vereinfachte Fechtmanöver nutzt. Außerdem war es ihm wichtig herauszufinden, wie man welchen Schlag kontern konnte. Einige dieser Techniken hat er selbst erfunden oder verbessert, sodass sogar der talentierte Uschan DeLucca kaum mit ihm fertig wurde.

KochenBearbeiten

Ohne dass es ihm jemand beigebracht hätte, ist Urs von jeher ein begnadeter Koch. Da jeder Wolpertinger eine Fähigkeit hat, die er am besten beherrscht, vermutet Urs, dass dies bei ihm das Kochen ist. Sein Ziel ist es, der beste Koch von Zamonien zu werden und der Wolpertinger Küche eine neue Klasse zu verleihen.
Auch privat legt er Wert auf gutes Essen. Besonders gerne mag er Mäuseblasen.

BeziehungenBearbeiten

Rumo von ZamonienBearbeiten

Seit Rumos Ankunft in Wolperting sind er und Urs Stadtfreunde. Sie wohnen im selben Haus, und Urs hilft Rumo oft, da dieser sich noch nicht mit den Gepflogenheiten in Wolperting auskennt und sich daher unbeholfen anstellt. Obwohl sich Urs und Rumo oft gegenseitig auf die Nerven gehen, verstehen sie sich sehr gut.
Da man im Leben nur einen Stadtfreund bekommt, bedauert Urs es manchmal, dass sein Stadtfreund Rumo sich überhaupt nicht fürs Kochen interessiert.

Uschan DeluccaBearbeiten

Uschan DeLucca war der Einzige, der Urs im Fechtkampf besiegen konnte. Danach gingen sich die beiden in stillschweigendem Respekt aus dem Weg.
Nachdem Uschan im Theater der Schönen Tode für Urs gestorben war, fand Urs, dass er Uschan etwas schuldig war. Er entschloss sich, sein Leben dem Fechten zu widmen und Uschans Werk fortzuführen.

Sina vom EisBearbeiten

Sina war Urs' Silberner Faden, der ihn nach Wolperting führte. Aus der Beziehung der beiden wurde allerdings nichts. Seither trägt Urs eine Schmerzlose Narbe, die Sinas Namen in einem gebrochenen Herzen zeigt.

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