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Vom Gartengenuss ist das einzige Buch, das Danzelot von Silbendrechsler je verfasst hat, das aber ein gewaltiges schriftstellerisches Potenzial andeutet, das er absichtlich nie ausgeschöpft hat.


AllgemeinesBearbeiten

Danzelots Haus 02.jpg

Danzelots Haus mit seinem Garten, in dem er auch "Vom Gartengenuss" schrieb

Danzelot, der viel Zeit in seinem Garten verbrachte, übertrug seine Leidenschaft zur gezähmten Natur auch in die Literatur. In "Vom Gartengenuss" beschreibt er detailliert und präzise die Welt der Nutzpflanzen, wie den Blumenkohl in all seinen Spielarten, darunter den Blauen Blumenkohl. Auch eine philosophische Implikation der Kompostierung ist ein wichtiges Thema in Danzelots einzigem Buch.


KritikenBearbeiten

Graphic Novel Ausschnitt 02.jpg

Der Autor Danzelot von Silbendrechsler

Auf der einen Seite empfinden die meisten Zamonier die Lektüre des Werkes als anödend. Es wird von "sturzlangweilig" bis "veraltet" betitelt. Doch ist dies nur der oberflächliche Eindruck, den aber die große Masse teilt, wie Urs vom Schnee und anfangs auch Hildegunst von Mythenmetz.

Auf der anderen wird "Vom Gartengenuss" als vom Orm durchströmtes Meisterstück gelobt. Dies leider nur von einigen Wenigen. Darunter ist Hachmed Ben Kibitzer, der Danzelot für dieses Buch ein Genie nennt und es auswendig kennt, ebenso wie natürlich der Buchling Danzelot von Silbendrechsler. Auch der Schattenkönig ist begeistert von diesem Meisterwerk, weshalb er es in seine Bibliothek des Orms aufgenommen hat.

Weitere WerkeBearbeiten

Nach dessen Veröffentlichung bekam Danzelot oft Post von versuchten Schriftstellern, die ihn um Rat baten und ihm meist ihre unausgegorenen Schreibversuche schickten. Als er das perfekte Manuskript las, das Mythenmetz auf eine lange Reise schicken sollte, erkannte er, wie weit selbst er hinter dieser Kunst zurück stand. Danzelot entschloss sich, nie wieder etwas zu schreiben, weil er wusste, dass es doch nur ein kläglicher Versuch mit - nach seinen neuen Maßstäben - schlechtem Ergebnis wäre. Er schrieb nur noch ein fertiges Gedicht, das er während seiner kurzzeitigen geistigen Umnachtung verfasste.


Bekannter WortlautBearbeiten

Nicht wenig verblüfft die Dressur des Blauen Blumenkohls. Da muss zur Abwechslung der Blütenstand herhalten und nicht der Blattwuchs. Der Blütendolde anerzieht der Gärtner die temporäre Fettsucht. Ihre zahllosen, zu einem kompakten Schirm zusammengedrängten Blütenknöspchen verfetten mitsamt ihren Stielen zu einer unförmlichen Masse von bläulichem Pflanzenspeck. Der Blumenkohl ist also eine vor dem Aufblühen in ihrem eigenen Fett verunglückte Blume, oder genauer gesagt: eine verunglückte Vielheit von Blumen, eine verkommene Rispendolde. Wie in aller Welt kann nun dieses Mastgeschöpf mit seinen zu Speck verquollenen Eierstöcken sich weiterpflanzen? Auch es kehrt nach einem Abstecher in die Unnatur wieder zur Natur zurück. Der Gärtner freilich lässt ihm keine Zeit dazu, er erntet den Kohl auf dem Gipfel seiner Verirrung, nämlich im höchsten und schmackhaftesten Stadium seiner Verfettung - dann, wenn der Pflanzendickwanst im Geschmack einer Frikadelle gleichkommt. Der Samenzüchter dagegen lässt die die blaue Masse unbehelligt in ihrem Gartenwinkel sich zu ihrem besseren Selbst bekehren. Kommt er in drei Wochen nach ihr zu sehen, so findet er statt drei Pfund Pflanzenspeck einen von Bienen, Irrlichtern und Knusperkäfern umsummten, sehr lockeren Blütenbusch. Die vordem unnatürlich verdickten zartblauen Stielchen haben ihre Dicke in Länge umgesetzt, als fleischige Blütenstengel tragen sie nun an ihren Enden eine Anzahl dünn verteilter gelber Blüten. Die wenigen unverwüstlichen unter den Knospen färben sich blau, schwellen an, blühen auf und setzten Samen an. Diese kleine Schar der Aufrechten und Naturgetreuen rettet die Blumenkohlzunft.


Alle sind wir unmittelbare Ausgeburten der Erde, gewesener Staub, zukünftiger Moder. In ewigem Rhythmus ziehen wir ohne Unterlass vorbei, ein Festzug des Lebens, ein Trauerzug der Vergänglichkeit.


So bleibt uns zur Beruhigung nur die Natur. Fast instinktiv treten wir hinaus ins Freie, draußen im Garten, beim Rauschen der Bäume und unter den Sternen atmen wir freier - dort wird´s uns leichter ums Herz. Von den Sternen kommen wir, zu den Sternen gehen wir. Das Leben ist nur eine Reise in die Fremde.

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