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Waldspinnenhexe, die: Die gemeine Waldspinnenhexe oder Hexenspinne [Tarantula valkyriä] gehört zur Familie der vierlungigen Großspinnen, wie etwa die Vogelspinne, wir aber entschieden größer, verfügt über bisher noch nicht genau erforschte Netzfangtechniken, weil noch kein Forscher, der ihr genügend nahegekommen ist, jemals zurückkehrte. Die Waldspinnenhexe wird den zamonischen Daseinsformen mit unfairen Lockmethoden zugerechnet, wie auch die fleischfressende Auster, dieGourmetica Insularis oder der giftigePrinzenfrosch. Die Hexenspinne ist gewöhnlich schwarz, dichtzottig rotbraun oder fuchsrot behaart, an den erweiterten flachgedrückten Endgliedern der Beine und Palpen kupferrot befilzt und ist wegen ihrer schlechten Umgangsformen und ihrer hinterhältigen Natur bei anderen Lebewesen wenig geschätzt, außer bei der Tarantelzecke, einem Parasiten, der in ihrer Befellung haust. Ihr Biss kann [je nach Körpergröße des Opfers] harmlos, gesundheitsschädlich oder absolut tödlich sein. Ein ausgewachsener Bollogg zum Beispiel wird ihren Biss kaum spüren, bei einer etwa sechzig Meter langen Wasserschnecke kann er aber schon eine mehrwöchige Entzündung im Bissbereich verursachen, mit einhergehenden Schwindel- und Asthma-Anfällen. Bei Lebewesen unter 15 Metern Körpergröße wirkt der Biss nicht nur tödlich, sondern führt unweigerlich zur völligen Auflösung des Opfers in eine roheiweißähnliche, zähe, leicht verdauliche Flüssigkeit, die die Hexenspinne dann mit ihren Sauglefzen schlürfen kann. Sie wird bis zu acht Meter groß, hat je nach Lebensalter vier bis acht Beine [mit vier Beinen wird sie geboren, dann kommt alle hundert Jahre ein Bein hinzu], zwölf Augen, vier schnabelähnliche Mäuler und trägt im oberen Kopfbereich eine trichterförmige spitz zulaufende Hornschicht, die entfernt an einen Hexenhut erinnert und ihr den Namen gegeben hat. Vermutlich dient das Horn dazu, ihre Opfer aufzuspießen, um sie zu ihrem Vorratsnetz zu transportieren. Die Waldspinnenhexe kann ein klebriges Sekret absondern, welches Wahnvorstellungen wunschtraumhafter Art erweckt, das heißt, was es sich am sehnlichsten wünscht. Mit diesem Sekret überzieht die Hexenspinne ihre Fangnetze. Da sich die Waldspinnenhexe in keinerlei Evolutionsschema einordnen lässt, nimmt man an, dass sie entweder durch Kometeneinfall oder ein Dimensionsloch nach Zamonien gelangt ist. Sie nistet ausschließlich im Großen Wald, für den wir daher an dieser Stelle eine nachdrückliche Umgehungsempfehlung aussprechen möchten.[1]

Waldspinnenhexennetz

Webkunst der Waldspinnenhexe

Hat die Waldspinnenhexe einmal ein Netz gesponnen, verlässt sie es, um an anderen Stellen weitere Netze zu errichten. In regelmäßigen Abständen kontrolliert sie dann ihre kunstvollen Webwerke auf Beute. Es kann Tage und Wochen dauern, bis sie zu einem Netz zurückkommt, aber dass sie zurückkommt, darauf kann man getrost Vermöge, Verstand und Gesundheit der gesamten Verwandtschaft verwetten.

Es gibt wohl kaum etwas Grauenvolleres als den Tod in den Fängen einer Waldspinnenhexe. Sehr sorgfältig überzieht sie ihr Opfer mit einer säurehaltigen, übelkeitserregenden Flüssigkeit, die zunächst die Haut zerätzt und das Fleisch quälend langsam in eine breiartige, leichtverdauliche Masse verwandelt, um dann die Knochen unter unerträglichen Schmerzen...

Hat sich einmal eine Lebewesen im Netz einer Waldspinnenhexe verfangen, ist es nur noch der Spinne selbst möglich, das Opfer vom Netz zu befreien, nämlich durch die schon ausführlich geschilderte Verflüssigung desselben. Auf dem Gebiet der Klebstoff-Forschung gilt das Sekret der Waldspinnenhexe als die unangefochtene Nummer Eins unter den haftfähigen Flüssigkeiten. Es gibt keine chemische, pflanzliche oder sonstwie geartete Verbindung, die die Haftkraft des Waldspinnenhexensekrets aufheben kann.

Außer Wasser.

Erstaunlicherweise ist lediglich ordinäres Quell-, Rege- oder Leitungswasser in der Lage, das haftvermögen des Waldspinnenhexensekrets zu neutralisieren.[2]


Quellenangaben

  1. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 7. Mein Leben im Großen Wald, Mehrere Knödel, S. 225.
  2. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär, 7. Mein Leben im Großen Wald, Mehrere Knödel, S. 229ff.

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