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Hamoulimepp

Hamoulimepp

Vorwort des Übersetzers - Weihnachten auf der Lindwurmfeste
Weihnachten auf der Lindwurmfeste oder Warum ich Hamoulimepp hasse ist das achte von Walter Moers verfasste Buch der Zamonienreihe. Es ist wieder, wie Prinzessin Insomnia, von Moers geschrieben und von Lydia Rode illustriert worden. Bei dem Buch handelt es sich um einen von Hildegunst von Mythenmetz' Briefen an Hachmed Ben Kibitzer. In diesem speziellen Brief beschreibt Mythenmetz Hamoulimepp, ein Fest der Lindwürmer, das große Übereinstimmungen mit Weihnachten hat und dem er persönlich nicht viel abgewinnen kann.

InhaltBearbeiten

Einführung - Auf fünf Doppelseiten werden Hildegunst von Mythenmetz, Hachmed Ben Kibitzer, die Lindwurmfeste, Lindwürmer und die Rostigen Gnome dar- und vorgestellt.

Der Brief - Der tatsächliche Brief von Mythenmetz umfasst "nur" 52 Seiten, auf denen er jedoch nicht nur jeden Aspekt des Festes Hamoulimepp betrachtet, sondern auch die Gesellschaft, Kultur und sogar Architektur sowie Flora und Fauna der Lindwurmfeste beschreibt, die allen Nichtlindwürmern fast völlig unbekannt sind. Nach sehr viel Kritik findet Mythenmetz jedoch auch einige Traditionen, die er an Hamoulimepp sehr zu schätzen weiß.

Taxonomische Tafeln - Auf weiteren sechzehn Doppelseiten werden diverse Gegenstände graphisch weiter ausgeschmückt, die Mythenmetz im Verlauf dem Briefes erwähnte. Auf diese Tafeln folgt noch die achtseitige Leseprobe von Der Bücherdrache.


Leseprobe - Bekannter TextBearbeiten

„Hamoulimepp wird an den letzten drei Tagen des Jahres gefeiert, weil die Legende besagt, dass das Hamouli angeblich vor langer Zeit zur Jahreswende aus der Lindwurmspitze gewachsen ist, um das Orm über die Lindwürmer zu bringen. Es gibt aber auch Überlieferungen, nach denen das Hamouli aus der Wüste gekommen oder aus einer Kaktusblüte gefallen sein soll. Anschließend soll es, je nach unterschiedlichem Mythos, entweder zehntausend Jahre, hundert Wochen oder nur zehn Minuten gelebt haben. Es hat entweder großes Glück oder zwölf Belagerungen über die Feste gebracht und ist dann entweder gestorben, im Treibsand versunken oder auf einer unsichtbaren Gemse in den Himmel geritten. Da gehen die Meinungen wieder in alle Richtungen auseinander.

Woher der Mepp kam, ist noch ungewisser. Wenn du mich fragst, lieber Hachmed, dann entsprang er ganz einfach dem Bedürfnis nach einer komischen Nebenfigur in dem ganzen Märchen. Lindwürmer sind nun einmal professionelle Schriftsteller und wissen, was das Publikum verlangt. Humor. Daher hat der Mepp in manchen älteren Überlieferungen einen Buckel oder schiefe Zähne oder er schielt, humpelt, hat einen Sprachfehler oder sämtliche Behinderungen auf einmal. Manchmal wird behauptet, er könne kein F aussprechen, dann wieder, er würde lispeln oder stottern. Derartige Defekte fanden unsensible Leute früher komisch und leider ist dies auch heute noch so, da kann man nichts machen. Ich finde, schon der Name klingt irgendwie konstruiert. Als hätten ihn sich zwei Lindwürmer für eine besonders dämliche Nebenfigur ausgedacht. "Nennen wir ihn Depp." "Zu deutlich. Wie wäre es, wenn wir einen Buchstaben austauschen. Was hältst du von Bepp?" "Klingt nicht gut. Was ist mit Mepp?"

Das Hamouli und der Mepp bringen all die Geschenke zur Lindwurmfeste, die exklusiv für diejenigen Lindwurmkinder bestimmt sind, die das ganze Jahr widerspruchslos ihren Dichtpaten gehorcht haben. Die anderen, die ungehorsamen Kinder, bekommen gar keine Geschenke und werden vom Mepp mit einer Rute aus gebündelten Brenndisteln verdroschen, die man die Hamoulirute nennt. Einen Kommentar zu dieser abwegigen pädagogischen Einschüchterungsmethode, mein lieber Hachmed, erspare ich dir und mir, denn das würde wirklich die Grenzen eines Briefes sprengen. Ich erwähne nur noch, dass der Mepp dem Hamouli die Hamoulirute hinterherträgt. Wahrscheinlich nur, damit er selber die Kinder damit vermöbeln kann, denn das Hamouli rührt die Hamoulirute nie an, obwohl sie nach ihm benannt ist.
Ein Brauch, der voll von abstrusen Widersprüchen ist, wie du siehst.“
— Verschriftliche Hörprobe des Hörbuchs Weihnachten auf der Lindwurmfeste[1]

KlappentextBearbeiten

Hildegunst von Mythenmetz, der berühmteste Schriftsteller Zamoniens, erzählt von einem kuriosen Fest namens "Hamoulimepp", das in seiner Heimat, der legendären Lindwurmfeste, alljährlich abgehalten wird. Die Ähnlichkeiten dieses Ereignisses zu unserem Weihnachten sind verblüffend. Mythenmetz berichtet von Rostigen Gnomen und Hamoulimeppwurmzwergen, von schwer verdaulichem Essen, Feuerlosem Feuerkwerk und vielem mehr.

Nie war Weihnachten so zamonisch,
nie war Zamonien so weihnachtlich.

WeiteresBearbeiten

In der Vorschau des Herbstprogramms des Penguin Verlags waren bereits exklusiv zwei Bilder aus Weihnachten auf der Lindwurmfeste zu sehen. Weiterhin wurde dort bekannt gegeben, dass die Schneeflocken auf dem Cover der ersten Auflage im Dunkeln leuchten sollten,[2] was später jedoch nicht realisiert wurde.

Eines dieser Bilder scheint eine Person zu zeigen, die auch auf der Rückseite des Covers unter dem Klappentext abgebildet ist, sodass die Vermutung naheliegt, dass es sich dabei um Hamouli oder Mepp handeln könnte. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen Rostigen Gnom handelt.



Quellenangaben

  1. https://www.randomhouse.de/content/edition/audiofiles/714404.mp3
  2. https://www.randomhouse.de/content/download/vertrieb/vorschauen/penguin_he2018.pdf